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Onlineversand ohne Kaufvertrag

  1. Mustermann0815
    Mustermann0815 ist offline
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    Standard Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Folgender Fall:

    Person A (Käufer) kauft in einem Forum nach schriftlicher Absprache ein Gerät, Person B (Verkäufer) ist einverstanden!
    Person A überweist das Geld und nach ein paar Tagen bekommt er ein Paket!
    DArin ist nicht die Ware, die er vermutet, sondern höherwertige Ware!

    Person B meldet sich und sagt, das da beim verschicken etwas schiefgegangen ist! Er hat aber nur die Versandbestätigung und keinerlei Unterlagen über den Inhalt des Paketes!
    Auch keine Seriennummern der Geräte und keine Quittungen, da die den beiden vertauschten Geräten beiliegen!

    Kann Person A die bessere Ware behalten und einfach sagen, das er alles korrekt erhalten hat?
    Ist Person A anderen gegenüber in der Beweispflicht? Also muss er anderen Personen (z.B. Polizei) die Ware, die er erhalten hat, zeigen können?

    Hat Person B eine Chance an die bessere Ware wieder heranzukommen?
    Kann Person B rechtliche Schritte einleiten, wenn ja hat Person A etwas zu befürchten?


    Ich hoffe auf schnelle und gute Info!
    Bei Rückfragen, antworte ich schnellstmöglich!

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Die Situation ist doch offensichtlich. Du hast etwas bekommen, was dir nicht zusteht. Davon weißt du auch. Unabhängig von der rechtlichen Lage solltest du das Ding zurückgeben - stell dir doch einfach mal vor du wärst an der Stelle des Verkäufers.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  3. Mustermann0815
    Mustermann0815 ist offline
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    Daumen runter AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Ichbin der Verkäufer!

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Ein Anspruch besteht meiner Meinung nach schon aus 812 BGB. Denke das Problem ist aber nachzuweisen, dass der Kunde tatsächlich die falsche Waren hat geliefert bekommen. Hier mag vielleicht schon ausreichen, dass du zwei Pakete verschickt hast und der andere Kunde das bekommen hat, was eigentlich an Kunde A gehen sollte. Das kann ich dir aber nicht sagen, sondern nur ein Anwalt oder du recherchierst dir Urteile dazu.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  5. Mustermann0815
    Mustermann0815 ist offline
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Jetzt versucht der Käufer es auf die Tour, er hat ein Paket erhalten, doch es ist nur die Verpackung des teureren Gerätes drin!
    Er will mir jetzt unterstellen, das ich betrügen will!

    Komm ich da irgendwie raus!?

  6. Mustermann0815
    Mustermann0815 ist offline
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Och ne Frage!
    Hab ich ne Chance auf Wertersetzung!?
    Hab in anderen Blogs gelesen,das dort Wertersatz geleistet werden muss!
    Aber ich kann ja nichts beweisen! Nur,das ich das Paket abgeschickt habe!

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Wie gesagt, mit den Beweislasten kann ich dir nicht helfen.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Wieso "ohne Kaufvertrag"? Es gibt doch ganz offensichtlich einen.

    Zitat Zitat von Mustermann0815 Beitrag anzeigen
    Kann Person A die bessere Ware behalten und einfach sagen, das er alles korrekt erhalten hat?
    Darf er sie behalten? Nein.
    Ist Person A anderen gegenüber in der Beweispflicht?
    Beweisen muß der etwas, der eine Forderung stellt oder eine Behauptung aufstellt.
    Also muss er anderen Personen (z.B. Polizei) die Ware, die er erhalten hat, zeigen können?
    Spätestens wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommt, auf jeden Fall. Sollte B Strafanzeige gegen A stellen, weil dieser die falsche Ware nicht zurückgibt, dann könnte auch die Kriminalpolizei sich die gelieferte Ware anschauen, um zu prüfen, ob sie tatächlich mit der vertraglich zugesicherten Ware übereinstimmt. Und man sollte sich da nicht täuschen - die tun das auch.

    Eine völlig andere Sache ist die Frage nach der Beweisbarkeit. Wenn A sagt "Wo ist das Problem? Ich habe das Gerät XY von B gekauft und bezahlt, Bezahlung kann ich nachweisen, und B hat das Gerät XY geliefert" - dann wird man erstmal nachweisen müssen, daß B das Gerät YZ angeboten und verkauft hat, und nur versehentlich das Gerät XY beim Käufer gelandet ist.

    Hat Person B eine Chance an die bessere Ware wieder heranzukommen?
    Zunächst mal: es gibt wider Erwarten auch ehrliche Menschen. Sogar ziemlich viele. Der Käufer wird und kann erwarten, daß der Verkäufer die Versandkosten erstattet, wenn er die falsche Ware zurückschickt. Und ein dicker großer Schokoweihnachtsmann sollte auch nicht drin sein, im neuen Paket mit der richtigen Ware. Der ist dann aber nicht rechtlich begründet.
    Kann Person B rechtliche Schritte einleiten, wenn ja hat Person A etwas zu befürchten?
    Siehe oben.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineversand ohne Kaufvertrag
    Zitat Zitat von Elradon Beitrag anzeigen
    Ein Anspruch besteht meiner Meinung nach schon aus 812 BGB. Denke das Problem ist aber nachzuweisen, dass der Kunde tatsächlich die falsche Waren hat geliefert bekommen. Hier mag vielleicht schon ausreichen, dass du zwei Pakete verschickt hast und der andere Kunde das bekommen hat, was eigentlich an Kunde A gehen sollte.
    Wenn A Gerät XY bekommen sollte und C Gerät YZ, und beides wurde vertauscht, dann wird die Beweislage im Fall des Falles schon deutlich besser.

    Man sollte nie vergessen, daß ein Gericht weitestgehend frei ist in der Würdigung der Beweislage und der Glaubwürdigkeit von Zeugen und Beklagten/Angeklagten.

    Der Satz "Es steht Aussage gegen Aussage" bedeutet nicht "Da kann man nichts machen". Das Gericht kann durchaus der einen Aussage glauben, und der anderen nicht. Das hängt von den Gesamtumständen ab.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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