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Vertragsabschluss nur durch die Bestätigung der ABBs

  1. Neuer Benutzer
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    Unglücklich Vertragsabschluss nur durch die Bestätigung der ABBs
    Schönen guten Abend,

    mir ist folgendes Passiert:

    Ich habe eine Rechnung von T. meinem Handy-Provider erhalten und die war für meine Verhältnisse außerordentlich hoch. Habe nun beim Provider angerufen um mich zu erkundigen warum diese Rechnung so hoch ist. Die Damen am Telefon verwies mich auf zwei externe Dienstleister auf den der Provider keinen Informationszugriff hätte.

    Nun Rufe ich also bei dem externen Dienstleister an und deren erste Reaktion, auf meine Frage was ich denn für Leistung in Anspruch genommen hätte, wir können Ihr ABO-sofort kündigen!. Auf die Frage was ich für ein ABO denn gebucht hätte, konnte mir die Dame nicht genau erläutern und ich sollte mich noch einmal per E-Mail an den Support wenden.
    Nun erstes ABO gekündigt und eine E-Mail hin geschrieben mit um den Nachweis der von mir inanspruchgenommenen Dienstleistungen zu erhalten.

    Anruf beim externen Dienstleister Nummer 2. Gleiches verhalten und gleicher Vorgang.

    Nach einem Tag warten bekam ich dann eine Antwort.

    Bei beiden Anbietern soll ich über Internet ein ABO gebucht haben, welches ich nur durch die Annahme der AGBs bestätigt haben soll.(wurde dann über meine Handydaten abgebucht) Nun ich habe nun mal NIE diesen AGBs zugestimmt und jeder hätte dies von meinem Handy machen können. Sprich, es gibt keinen Beweis oder Authentifizierung des Endbenutzers. Ist dieser Vertrag gültig bzw. kann ich mein Geld zurückfordern?

  2. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Vertragsabschluss nur durch die Bestätigung der ABBs
    Kann mir niemand dabei helfen?

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Vertragsabschluss nur durch die Bestätigung der ABBs
    Hallo!

    1. Persönliche Beratung ist hier verboten. Künftig bitte fiktive Fälle und Personen nutzen.

    2. In solch unklaren Fällen legt man Teilwiderspruch gegen die Telefonrechnung ein (schriftlich per Übergabeeinschreiben). Rechnung zurückbuchen, dann nur den Telekom-Anteil an die Telekom überweisen (dies bereits im Einschreiben erwähnen, dass zurückgebucht und nur der Telekomanteil überwiesen/bezahlt wird). Fällt natürlich weg, wenn man ohnehin per Rechnung zahlt. Die Telekom wird keine Mahnung schicken, lediglich den Anteil dieser "ominösen" Abonemments nicht an den Betreiber überweisen. Man bekommt dann Post von diesen Betreibern bzw. dessen Inkasso-Vertretern. Diesem Schreiben widerspricht man form- und fristgerecht. Kommt dann ein gerichtlicher Mahnbescheid, dann diesem innerhalb von 14 Tagen widersprechen. Es wird dann zu einem Verfahren kommen, in dem der Betreiber zu beweisen hat, dass der Beschuldigte tatsächlich das Abonemment abgeschlossen und somit auch die Kosten für selbiges zu tragen hat. Aber das wird schwierig für die Betreiber. Denn um einen wirksamen Vertrag zustande kommen zu lassen, bedarf es meiner Kenntnis nach einer Bestätigungsmail an eine dem Beschuldigten/Kunden zuzuordnende Email. Also ähnlich wie es in Foren der Fall ist. Ein einfacher Haken ohne eine Bestätigungsmail wird vor einem Gericht IMHO kaum einer wirksamen Prüfung standhalten, woraus sich eine Unwirksamkeit des Vertrages ergeben könnte. Denn ohne eine Bestätigungsmail kann ja sonst jeder irgendwo einen Haken setzen (sogar automatisiert), um damit zum Beispiel einem umgeliebten Mitmenschen eins auszuwischen. Meist trägt der Beschuldigte/Kunde den Sieg davon.

    Solche unseriösen Fälle werden übrigens regelmäßig in den Medien breitgetreten. Da geht es meist auch noch darum, dass irgenwelche versteckten Felder in Webinhalten versteckt sind, die automatisch solche "Haken" setzen, wenn man nicht aufpasst. Schon deshalb gibt es in Foren (als Beispiel) immer eine Mail mit einem Bestätigungslink.

    Ohne Garantie:
    In Deinem Fall kannst Du IMHO getrost auf Post von diesen Betreibern warten. Allerdings solltest Du Dir sicher sein, dass Du tatsächlich nirgendwo einen Haken gesetzt hast, und auch keine Bestätigung auf Dein Mobiltelefon bekommen und diese dann beantwortet hast. Ohne Kenntnis der Sachlage lässt sich mehr nicht sagen. Wahrscheinlich bist Du mit einem Rechtsanwalt besser beraten.

    Noch ein Tipp:
    Teile der Telekom (bzw. Deinem Provider) doch einfach mit (schriftlich per Übergabeeinschreiben), dass er ab sofort kein Inkasso für andere Provider und Diensteanbieter mehr einziehen darf. Dann sind solche externen Diensteanbieter gezwungen, Rechnungen direkt an Dich zu senden (gilt dann auch für Servicerufnummern fremder Anbieter und für Call-by-Call-Telefonaten). Der Provider ist verpflichtet, Deinem Ersuchen nachzukommen. Die Telekom tut das in der Regel auch, andernfalls könnte sie IMHO haftbar gemacht werden. Davon ausgenommen sind Zusatzdienste Deines Providers. Dazu zählen z.B., um beim Beispiel Telekom zu bleiben, alle Dienste, die Du per "Telekom-Netzausweis" bezogen hast (z.B. Gamesload) und alle anderen Dienste der Telekom und dessne Tochterunternehmen. Du solltest/könntest zusätzlich noch verlangen, dass "Umzugsersuchen" anderer Provider und "Schaltungsersuchen" von Call-by-Call-Anbietern nicht erlaubt sind oder von separater schriftlicher Bestätigung Deinerseits abhängig sind.

    Du kannst auch Stern-TV informieren und Dich an die c't wenden (Stichwort: Vorsicht Kunde).

    Gruß, René
    Geändert von mumpel (20.09.2011 um 16:03 Uhr)

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