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Wie sicher hat man wirklich im Internet ein Recht auf freie Meinungsäußerung ?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Wie sicher hat man wirklich im Internet ein Recht auf freie Meinungsäußerung ?
    Hallo liebes Forum,

    1.)
    angenommen Person X liest gerne viele Bücher und wäre zb. Kunde bei einem großen Bücherportal und möchte dort gerne zu gelesenen Büchern seine Meinung schreiben, wie sicher wäre er damit, rein rechtlich, so dass ihn niemand für zb. eine negative Äußerung verklagt?

    2.)
    und angenommen würde Person X gerne bei einer Bewertungsseite zb. einem Restaurantbesuch bewerten, wie sicher könnte er hier wirklich seine Meinung äußern, ohne dass er rechtlich belangt werdenkönnte ?

    Gerade bei der Formulierung einer Meinungsäußerung würde es sicher schwierig ? Wenn sie in Allgemeinformgehalten wird ? Oder Ich-Form ?

    1.)
    Angenommen man würde in Allgemeinform seine Meinung schreiben zb.: Das Buch war schlecht. Man fühlte sich beim lesen gelangweilt. Es war zäh und einschläfernd. Ein echter Reinfall. Wie kommt es das sowas gedruckt wird.

    2.) Das Restaurant war eine Entäuschung. Das Essen nicht sehr appetitlich und schon fast kalt. Die Bedinung unfreundlich und ungepflegt, furchtbar, schauerlich.

    Diese beiden Beispiele wären sehr hart, negativ, aber bei einem sehr negativen Erlebnis wäre es eigentlich eine ehrliche, angemessene Meinung ?

    Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen, Oli
    Geändert von Oli (25.10.2010 um 12:59 Uhr)

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wie sicher hat man wirklich im Internet ein Recht auf freie Meinungsäußerung ?
    Zitat Zitat von Oli Beitrag anzeigen
    wie sicher wäre er damit, rein rechtlich, so dass ihn niemand für zb. eine negative Äußerung verklagt?
    Genauso sicher wie jeder Andere in Deutschland auch, der sich irgendwo zu irgendwas äußert.

    und angenommen würde Person X gerne bei einer Bewertungsseite zb. einem Restaurantbesuch bewerten, wie sicher könnte er hier wirklich seine Meinung äußern, ohne dass er rechtlich belangt werdenkönnte ?
    Dito.

    Gerade bei der Formulierung einer Meinungsäußerung würde es sicher schwierig ?
    Nein. Warum sollte es?

    Angenommen man würde in Allgemeinform seine Meinung schreiben zb.: Das Buch war schlecht. Man fühlte sich beim lesen gelangweilt. Es war zäh und einschläfernd. Ein echter Reinfall. Wie kommt es das sowas gedruckt wird.
    Das kommt, weil es ein sogenanntes Grundgesetz gibt, in dem sich ein sehr schöner Artikel 5 findet, neben diversen anderen Artikeln, die auch sehr schön sind.

    Das Restaurant war eine Entäuschung. Das Essen nicht sehr appetitlich und schon fast kalt. Die Bedinung unfreundlich und ungepflegt, furchtbar, schauerlich.
    „Eine Meinungsäußerung wird nicht schon wegen ihrer herabsetzenden Wirkung für Dritte zur Schmähung. Auch eine überzogene und selbst eine ausfällige Kritik macht für sich genommen eine Äußerung noch nicht zur Schmähung. Eine herabsetzende Äußerung nimmt vielmehr erst dann den Charakter der Schmähung an, wenn in ihr nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht (BVerfGE NJW 1991, 95–97 = BVerfGE 82, 272–285).“
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wie sicher hat man wirklich im Internet ein Recht auf freie Meinungsäußerung ?
    @TomRohwer,
    vielen Dank für Deine Antwort. Es gab vermutlich auch schon Vorkommnisse, wo negative Bewertungen mit Unterlassungsklagen erwidert wurden.

    Wenn nun eine Person eine Unterlassungsklage erhalten würde auf Grund negativer Kritik...müsste diese ja vollkommen gegenstandlos, haltlos sein ?

    Fiktives Beispiel : Person X macht einen Fahrschulkurs. Würde dann ins Internet als Bewertung schreiben : Die Fahrschule war so und so und echt der letzte Scheiß.

    Wäre dies schön Beleidigung ?
    Bei diesen Bewertungsseiten soll man ja immer schreiben, warum man es so oder so gefunden hatte.
    Und scheinbar soll hier , aber für den Bewerter die Archilisferse sein, weil ab dem Punkt, wo der Bewerter schreibt , warum er es, so empfunden hat.
    Wird er in der Begründung für seine Meinung Tatsachen aufzählen und das soll anscheinend das gefährliche sein, weil er dies dann behauptet, aber gleichzeitig auch jederzeit es können, beweißen muss.

    Wenn angenommen beim Restaurant, eine negative Bewertung , über dieses ins Internet gestellt würde, so müsste anscheinend, der Verfasser dieser negativ Bewertung, die Gründe, die er angegeben hat beweisen können.
    Und wie könnte eine Person beweißen, dass vor einiger Zeit, als er dort essen gewesen ist, dass essen fast kalt war und die Bedienung unfreundlich usw.

    Wenn er zb. keinen Zeuge hätte und alleine essen gewesen wäre und keine Kamera dabei gehabt hätte und auch sonst nichts, womit er diese Situation hätte festhalten können, würde s er mit seiner Wahrheit und die Offenlegung dieser, in der Begründung seiner Meinung als Lügner dastehen, weil er sie nicht beweißen könnte.
    Und dies würde als Äußerung einer Tatsache gelten, nicht mehr als bloßige Meinungsäußerung und da könnte man ihn verklagen ?

  4. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wie sicher hat man wirklich im Internet ein Recht auf freie Meinungsäußerung ?
    Hierzu noch eine Frage
    1.)
    angenommen Person X liest gerne viele Bücher und wäre in einem großen Bücherportal und möchte dort gerne zu gelesenen Büchern seine Meinung schreiben, wie sicher wäre er damit, rein rechtlich, so dass ihn niemand für zb. eine negative Äußerung verklagt?
    Wäre hier in diesem fiktiven Beispiel, nicht das Bücherportal für einen kleinen Teil verantwortlich ?
    Schließlich wäre es ja so, dass man bei den Richtlinien für Bewertungen, Aufforderungen oder auch Hinweise kriegt, wie man eine Bewertung schreiben soll, nämlich mit der Bergündung, wie so man etwas gut oder nicht gut findet.
    Insofern wäre es ja eigentlich nur eine Einhaltung, der vorgegebenen Regeln ?
    Auch, wenn man für den Inhalt alleine verantwortlich sein soll.
    Und manches wäre Geschmacks-Gefühlssache und es wäre schwer, exakt zu schreiben, woran es liegt.

    2. Bei der Formulierung einer Meinungsäußerung...Bewertung. Sollte man da in Ich- Form schreiben ?
    Ich finde das ...... oder steht es einem frei auch die Allgemeinform zu wählen, wie einfeestes Statement abzugebn. Es war...... Ist so mittelmäßig. Kann nicht überzeugen.... ?

    Viele liebe Grüße, Oli
    Geändert von Oli (25.10.2010 um 13:14 Uhr)

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