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Spammails

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Spammails
    Hallo!

    Kann man deutsche Absender von Spam disziplinieren, indem man sie bei Behörden anzeigt bzw. vom eigenen Anwalt eine Unterlassungserklärung zustellen lässt, für die der Adressat dann das Anwaltshonorar zu zahlen hat?
    Nebenbei: Sind solche Fälle mit Privatrechtschutz abgesichert?

    ---

    Es gibt sicher Wichtigeres im Leben und man kann ja auch filtern, trotzdem können Spammails zum Ärgernis werden. Vor allem dann, wenn weiter Schrott eingeht, obwohl der Absender zuvor schriftlich die Löschung der Adresse aus seiner Datenbank bestätigt hatte.

    Bei ganz penetranten Vertretern der Branche artet Spam dann aus, wenn die Adresse an x-verschiedene Firmen verkauft wurden und sich diese Adressenkunden entweder nicht an die Abbestellung halten, oder garnichts davon wissen, dass der Adressat sich eine Zusendung verbeten hat.

    fG

  2. Erfahrener Benutzer
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    8.430
    Standard AW: Spammails
    Kann man deutsche Absender von Spam disziplinieren, indem man sie bei Behörden anzeigt bzw. vom eigenen Anwalt eine Unterlassungserklärung zustellen lässt, für die der Adressat dann das Anwaltshonorar zu zahlen hat?
    Man kann etwas tun, nur nicht ganz so, wie du dir das vorstellst

    Eine Anzeige dürfte schwer werden, da mir kein zutreffender Tatbestand aus dem StGB dazu einfällt.

    Eine Unterlassungserklärung hingegen kann man fordern, nur mit dem Anwaltshonorar wird es komplizierter. Im Zuge der Schadensminimierung müssen die Kosten für den Gegner zunächst so gering wie möglich gehalten werden. In der Regel reicht nämlich erstmal ein Fax oder Einschreiben, wo man selbst die Unterlassung fordert. Für so was braucht es keinen Anwalt - deswegen wären die Kosten unangemessen und der Gegner müsste sie eventuell nicht zahlen. Sollte der Spamer dann aber weiter spamen, dann kann man beruhigt zu einem Anwalt gehen und die Kosten des Anwalts als Schadensersatz geltend machen. Nur musst du bedenken, dass dies wieder ein eigener Rechtsfall ist ...

    Nach meinen Erfahrungen hören deutsche Spamer aber in der Regel auf, sobald sie etwas bekommen haben, wo man den Zugang auch nachweisen kann (deswegen Fax oder Einschreiben, bei einer Email oder dem Abmeldelink müsste der Absender den Zugang nachweisen, praktisch unmöglich). Denn die Folgen, wenn sie trotzdem weitermachen, sind bekannt. Und ebenso ist denen bekannt, dass man bei normalen Briefen oder Emails den Zugang nachweisen müsste, auf die reagieren sie also in der Regel nicht.

    Ich sehe das aber alles keine Lücken im Gesetz, denn eigentlich ist das alles bekannt. Genauso wie man Versicherungen per Einschreiben kündigen soll ... Das sind ganz normale Regeln und wenn man sich an die hält ist das ganz einfach

    Nebenbei: Sind solche Fälle mit Privatrechtschutz abgesichert?
    Kommt ganz darauf an, wie die Konditionen der Versicherung sind, bei manchen ja, bei manchen nein, bei manchen vielleicht.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
    Registriert seit
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    Standard AW: Spammails
    Danke aaky.
    Sachlich, verständlich, fundiert: so wünscht man sich alle Antworten in Foren.

    Dann werde ich jetzt mal das Porto für Einschreiben mir Rückschein investieren, abwarten und sehen, was passiert.

    Eine Deckungszusage der Rechtschutzversicherung kann ich ja immer noch einholen, wenn der Brief nichts bringen sollte.

    fG

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