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Rückgabearten

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Rückgabearten
    1. Darf ein Verbraucher bei einer Rückgabe einen Versand seiner Wahl bevorzugen, also dem Online-Händler die mehrfachen Kosten einer wirtschaftlich vernünftigen Lösung aufbürden? zB kostet ein DHL-Paket versichert bis zu 10Kg bei Online-Frankierung oder Packstation 5,90 Euro, auf der Post 6,90 Euro, unfrei 12 Euro, von UPS etc. will ich gar nicht reden.
    2. Wenn ein Verbraucher bei einer Bestellung im Online-Shop nicht rückgabefähige kostenpflichtige Zusatzleistungen bestellt (zB Express, Nachnahme, Geschenkverpackung etc.), wer trägt diese Kosten bei einer Rückgabe?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Rückgabearten
    1. Jein. Dem Käufer darf nicht vorgeschrieben werden, was er zu tun hat. Also dem Käufer vorzuschreiben, ein Paket online zu frankieren um 1 € zu sparen wäre rechtswidrig. Es muss so gestaltet sein, dass es dem Käufer zumutbar ist. Was das ist, muss immer im Einzelfall geklärt werden. So kann man nicht von einbem Käufer verlangen, das Paket per Hermes zu verschicken, wenn die nächste Annahmestation 20km weg ist. Oder juemand der nicht laufen kann, kann durchaus veranlassen, dass das Paket abgeholt wird - kostet zum Bsp. 10€.
    Oder man trägt als Verkäufer eben die Mehrkosten. Andererseits muss man unfreie Pakete eben wegen der enormen Kosten als Verkäufer nicht akzeptieren, denn dem Käufer wäre es in diesem Fall möglich gewesen, das Paket für 6,90 zu verschicken.
    Also wie gesagt, dass muss man immer im Einzelfall sehen, was bei einem Stadtmenschen durchaus zumutbar ist, ist bei jemandem, der irgendwo im Waöld wohnt und wo die nächste Siedlung zig km weg ist, vielleicht nicht zumutbar.
    Am einfachsten ist, man bietet dem Kunden eine Möglichkeit, wie er das Paket kostenlos vershcicken kann. Nimmt er das nicht in Anspruch, muss man die Mehrkosten nicht tragen (natürlich muss auch hier immer der Einzelfall betrachtet werden).
    Nach der Käuferfreundlichen Rechtssprechung ist das immer Risiko des Verkäufers, was auf ihn zukommt.
    2. Nach EU Rechtssprechung trägt der Verkäufer die Kosten, auch eventueller Zusatzleistungen, da diese als Versandkosten angesehen werden. Das ist also auch das Geschäftsrisiko des Verkäufers, wenn er sowas anbietet oder akzeptiert.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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