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Copyrightverletzung / angeblicher Softwareklau

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Copyrightverletzung / angeblicher Softwareklau
    Hallo Community,

    ich habe letzte Woche einen sehr schönen Brief "Ironie" von einem Rechtsanwalt bekommen.

    Und zwar geht aus dem Brief hervor, dass ich meine Seite (Diese dient derzeit nur zu Testzwecken für einen Bekannten von mir da ich seine Internetseite programmieren soll) mit einer nicht legalen Software betreibe, diese möchte ich hier nicht nennen. Und zwar ist es nun so.

    Mein Bekannter hat sich diese Software gekauft (Shop-Software), bereits bezahlt und auch eine Seriennummer dafür bekommen. (Dies liegt aber nun schon ca. 1,5 Jahre zurück wo er diese gekauft hat).

    Nun ist es so, das mein Bekannter das OK gegeben hat um mit dem Shop anzufangen. Daraufhin habe ich das CMS (die Software) bei mir auf dem Webspace installiert und einige Test vorgenommen. Leider habe ich diese Seite online gelassen und durch mein alten Projekt hat Google diese Seite sehr schnell in die Suchmaschine aufgenommen was ich eigentlich garnicht wollte und auch so nicht beachtet habe.

    Ich habe mir bei dem Shopanbieter ein Template runtergeladen und dieses auch hochgeladen und aktiviert. Da wir aber noch kein eigenes Template haben, habe ich erst mal meine alten Grafiken von meinem alten Projekt rausgekramt und diese ans Template angepasst. Natürlich habe ich auch Testnews erstellt und habe ein Paar freunde zum test sich registrieren lassen, unteranderem wurde auch das Forum dabei getestet etc. Also es sieht eben so aus als wenn es meine Eigene Seite ist und ich diese ganz normal betreibe.

    Aber um auf den Punkt zu kommen. Der Rechtsanwalt hat mir nun folgendes vorgeworfen:

    1. Ich soll meine Seite mit einer nicht legalen Lizenz betreiben oder diese auf anderem wege Lauffähig gemacht haben.
    2. Soll ich das Copyright entfernt habe oder abgeändert haben.

    Zu Punkt 1 kann ich sagen, das ich ein Schriftliches OK von meinem Bekannten habe das ich Das CMS auf meinem Server installieren durfte. Er hat mir auch die Seriennummer gegeben, damit ich das CMS betreiben kann, denn ohne Seriennummer geht das CMS nicht. Leider ist es aber so, das ich bei der Installation halt eben mein Name angegeben habe und mein alten Projektnamen und nicht den meines Bekannten. Ist das schlimm? (es waren ja eh nur testzwecke) daher habe ich mir auch nichts dabei gedacht.

    Zu Punkt 2 kann ich nur sagen, das ich den Copyright hinweis nicht entfernt habe denn Schließlich steht im Footerbereich immer noch "Powered by XXX © XXX®". bei dem 2. XXX scheint es so gewesen zu sein das dort ein Link zu dem Anbieter der Software vorhanden war. Ich habe aber nichts an dem Footer bearbeitet und wenn doch (Da ich im Adminbereich diverse tpl. (Templatedateien) gesucht hatte und evtl auch bearbeitet, aber ich kann mich nicht an die bearbeitung des footers erinnern. Wenn doch, dann ist dies 100% nicht absichtlich gewesen (ich weiß kann ich mir sparen) aber wie gesagt ich bin mir nicht 100% sicher ob ich da tatsächlich was geändert habe. Ich sehe das ganze so, wieso sollte ich den Link zum anbieter löschen aber das eigentliche copyright drin lassen. Das würde mir doch garnichts bringen. hmmmm...

    Ich habe den Brief vom Rechtswalt ganz normal per Brief bekommen also nicht per einschreiben etc. und noch einmal per E-Mail.

    Der besitzer verlangt nun den vollen Kaufpreis der Software (300 euro) und der Rechtsanwalt fordert knapp 1000 Euro bearbeitungsgebühr. Und dies nur für einen Brief und eine E-Mail ? Das kommt mir sehr komisch vor.

    Dazu möchte ich noch sagen, das der Rechtsanwalt davon ausgeht, das ich das ganze gewerblich mache. Dies ist aber nicht der Fall, ich mache dies rein privat und aus Spaß.

    Ein Bekannter hatte mir einen Link zu dieser Seite gegeben: http : // de.wikipedia.org/wiki/Abmahnung

    unteranderem steht dort auch drin:

    Neue Obergrenze im Urheberrecht: 100 Euro pro Abmahnung bei „einfach gelagerten Urheberrechtsverletzungen“

    Die hohen Geldforderungen im Zusammenhang mit Abmahnungen rufen immer wieder Kritiker auf den Plan, die im Bestreben, Urheberrechtsverletzungen einzudämmen, eher die Suche vieler Anwälte nach schnellem Geld sahen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, bestimmt der am 1. September 2008 in Kraft getretene § 97a Abs. 2 UrhG, dass der (zu Recht) Abgemahnte „in einfach gelagerten Fällen“ und „außerhalb des geschäftlichen Verkehrs“ Anwaltskosten nur bis zu einer Höhe von 100 Euro tragen muss.[2] Dieser Betrag umfasst auch die Mehrwertsteuer und etwaige Auslagen des Anwaltes, sind aber unabhängig von eventuellen weiteren Schadensersatzansprüchen des Verletzten. Die neue Regelung beschränkt sich auf das Urheberrecht und trifft keine Aussage dazu, in welcher Höhe der Anwalt einen Anspruch gegenüber dem ihn mandatierenden Verletzten hat. Wann Fälle „einfach gelagert“ sind, wird durch die Rechtsprechung geklärt werden müssen. Diese Regelung gilt nicht für Altfälle, also nur für Rechtsverletzungen ab dem 1. September 2008.

    Ich werde morgen zu einem Rechtsanwalt gehen da mir das ganze sehr spanisch vor kommt. Ich möchte gerne mal Eure Meinung dazu hören wie meine Chancen in etwa stehen können. Vielleicht hat ja schon jemand mal erfahrung damit gemacht.

    Vielen Dank,
    Gruß Marc
    Geändert von Marc1986 (20.06.2010 um 19:31 Uhr)

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyrightverletzung / angeblicher Softwareklau
    Der besitzer verlangt nun den vollen Kaufpreis der Software (300 euro) und der Rechtsanwalt fordert knapp 1000 Euro bearbeitungsgebühr. Und dies nur für einen Brief und eine E-Mail ? Das kommt mir sehr komisch vor.
    Das kommt mir schon mal suspekt vor. Ich würde mal prüfen (lassen), ob der Brief echt ist.
    Ich werde morgen zu einem Rechtsanwalt gehen da mir das ganze sehr spanisch vor kommt.
    Das würde ich auch empfehlen.
    Ich möchte gerne mal Eure Meinung dazu hören wie meine Chancen in etwa stehen können. Vielleicht hat ja schon jemand mal erfahrung damit gemacht.
    Dazu kann man nach der Schilderungf nichts Konkretes sagen. Hierzu müsste man die genauen Vorwürfe und alle Umstände kennen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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