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fremder Anbieter fordert Geld

  1. Neuer Benutzer
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    Standard fremder Anbieter fordert Geld
    Hallo, da ich leider keine Ahnung von der Materie habe, hätte ich hier gern ein paar Meinungen von Leuten, die sich etwas mehr auskennen als ich. Schon einmal im Voraus Danke

    Es geht um folgende Problematik:

    Lisa beschließt aus mehrfachen Gründen sich Webspace zu kaufen und zahlt über einen längeren Zeitraum monatlich einen Basispreis beim Anbieter X. Nach knapp zwei Jahren kündigt sie bei X den bestehenden Vertrag und erhält auch die Kündigungsbestätigung. Per Email wird Lisa darauf aufmerksam gemacht, dass sie für 3 von 6 bestehenden Webpages (.de) AuthCodes bekommt, mit denen sie den Umzug zum Anbieter Y vollziehen kann. Lisa ist verdutzt, da sie bereits vor 6 Monaten die Kündigung bei X einreichte. Sie kontaktiert X und hakt nach. Da keine Antwort von X kam, kontaktierte sie den von X genannten Anbieter Y und fragte nach, inwieweit sie mit diesem in einem wirtschaftlichen Verhältnis stünde. Anbieter Y erklärte, dass Lisa nur den Vertrag bei X kündigte, aber Y die Domains gehörten und somit ein Vertrag mit Y bestünde. Lisa kündigte also auch noch einmal schriftlich bei Y und die Sache war vom Tisch.

    Knapp 6 Monate später meldet sich Anbieter Z per Email mit dem Betreff: offene Forderung. In dieser Email schreibt Z, dass eine Jahresrechnung einer damaligen Domain vor einem Monat postalisch Lisa zugesandt wurde; an eine Adresse, unter der Lisa seit einem Jahr nicht mehr zu erreichen ist. Auch hat Lisa für die besagte Domain nie eine Jahresrechnung erhalten... Lisa widerspricht der Forderung, weil sie der Meinung ist, nie vertraglich mit Anbieter Z in Kontakt getreten zu sein und nur ein Vertrag zwischen Anbieter X bestand, wo sie nun mehr vor einem Jahr gekündigt hatte. Anbieter Z kontert darauf, dass sie keine Kündigung erhalten hätten und die Domain über den Provider XYZ (O.O) bis vor einem Monat verrechnet wurde, dieser nun aber von der Verrechnung zurückgetreten sei und somit Anbieter Z Lisa eine Rechnung stellt. Über den Rücktritt wurde Lisa angeblich per Email informiert. Sie erhielt aber nie eine Email.

    Es solle also nun ein Vertrag zwischen ihr und XYZ bestehen, bzgl. der Verwaltung der Domain, sowie ein Vertrag zwischen Z, hinsichtlich der Registrierung der Domain. Lisa hat aber weder von XYZ, noch von Z jemals gehört; lediglich von der Domain, um die es geht. Diese Domain holte sie sich damals über Anbieter X und hat seit Kündigung weder Zugriff auf diese Domain, noch ist diese Domain im Internet verfügbar. Z verwies Lisa auf ein Kündigungsformular, welches sie ausfüllte, unterschrieb und per Email zurücksandte. Eine Bestätigung der Kündigung erfolgte mit Email 1. Email 2 kam kurz darauf mit dem Inhalt, Lisa habe nicht binnen der Frist gekündigt und somit stünde die offene Forderung weiterhin im Raum.

    Lisa kommt sich mittlerweile veräppelt vor. Was kann es mit diesen ganzen Anbietern auf sich haben, die nun plötzlich alle Lisa ins Portemonaie steigen wollen? Inwieweit muss Lisa nun für die offene Forderung aufkommen

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: fremder Anbieter fordert Geld
    Was kann es mit diesen ganzen Anbietern auf sich haben, die nun plötzlich alle Lisa ins Portemonaie steigen wollen?
    Das ist relativ einfach: X wird die Leistungen durch Driutte ausgeführt haben. In der Rgel behälten sich Provider dieses in den AGB vor. In der Regel sind diese dann aber trotzdem der einzige Vertragspartner von Lisa, nur wenn Lisa ausdrücklich zugestimmt hat, dass das Vertragsverhältnis mit den Dritten auch beio Kündigung weoiterbesteht, können diese Ansprüche geltend machen. Das müsste dann auch mit in den Vertragsbedingungen von X geregelt sein und Lisa müsste denen zugestimmt haben.
    Inwieweit muss Lisa nun für die offene Forderung aufkommen
    Das müsste man anhand der konkreten Vereinbarungen und Bedingungen prüfen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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