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Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Hallo,

    Verkäufer V hat 2 Tickets für ein Live-Konzert bei eBay zum Verkauf angeboten und darin versehentlich statt Reihe 3, für weche die Tickets sind, Reihe 1 angegeben. Käufer K hat de Tickets gekauft und bezahlt und nach Erhalt den Fehler festgestellt und gemeldet und sogleich Schadenersatzansprüche gestellt in Höhe des Differenzbetrages zu 2 Tickets der Reihe 1, welche ebenfalls bei eBay angeboten würden. V hat weder die Reihe 1 Tickets noch ist V bereit Schadenersatz zu leisten, da das Konzert bisher noch nicht stattgefunden hat und K auch offensichtlich keinen weiteren Handel oder dergleichen mit den Tickets betrieben hat. V hat K sofort angeboten den Kaufbetrag in volelr Höhe zurück zu erstatten und die Tickets wieder zurück zu nehmen, K jedoch besteht darauf, die richtigen Tickets zu erhalten. Welche Möglichkeiten hat V? Kann V sich hier auf §275 BGB berufen?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Kann er, allerdings schließt §275 BGB Schadensersatz nicht aus
    Der Käufer hat durchaus Anspruch auf die beschriebene Ware.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Also so wie V das sieht hat K keinerlei Schaden dadurch genommen, außer etwas Zeit verplempert zu haben und V das Leben unnötig schwer gemacht zu haben. Und V hat K ja immerhin sofort angeboten das Geld zurück zu erstatten und sich tausend Mal dafür entschuldigt dass es schief gelaufen ist. Hat K bei Konzertkarten, die er für den Eigennutz haben wollte, überhaupt Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihm eigentlich klar sein sollte wenn er die Karten von V mit anderen Angeboten im Internet vergleicht, dass da etwas ggf. nicht stimmen könnte?

    Letzten Endes muss man ja beachten, dass K insgesamt 257 Euro für die Tickets bezahlt hat und nun 226 Euro als Schaden anmeldet die er erstattet haben will, oder eben die korrekten Karten die V ihm kaufen soll.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Ihm ist durchaus ein Schaden entstanden. Er hat Karten für die 1. Reihe gekauft, die durchaus was Besonderes sind, aber nicht bekommen.
    Ich weiß ja nicht, was du denken würdest, wenn du ein unfallfreies Auto kaufst (zum Schnäppchenpreis) und einen Totalschaden bekomen würdest.
    Also egal, wie du das siehst, das Recht sieht es etwas anders. Vertrag ist Vertrag. Und dazu gehört eben, was beschrieben ist.
    eigentlich klar sein sollte wenn er die Karten von V mit anderen Angeboten im Internet vergleicht, dass da etwas ggf. nicht stimmen könnte?
    Wenn das die Pflicht des Käufers wäre, wäre Vertragbsrecht unnütz, da man alles dem Käufer in die Schuhe schieben könnte. Vielleicht hätte er die Karten auch vorher anschauen sollen ...

    Kurz: Sicherlich kann der Verkäufer nach §275 die Lieferung verweigern, wenn er die Ware nicht hat, aber das heiß0t noch lange nicht, dass sich der Käufer damit zufrieden geben muss.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Es gibt etwas, das sollte man jedem Menschen zugestehen.

    "Irren ist menschlich!"

    Wenn ein Irrtum bereinigt wird, sobald er entdeckt wird, dann sollte die Sache damit erledigt sein.

    Etwas anderes wäre es bei dem Versuch einer arglistigen Täuschung. Hiervon kann man aber in diesem Fall nicht sprechen.

    Gemäß BGB hat der Käufer Recht auf Nachbesserung, Wandlung oder Minderung. Nachbesserung scheint dem Verkäufer nicht möglich. Über die Minderung bestehen bei den beiden Parteien sehr verschiedene Vorstellungen.

    Der Verkäufer hat bereits die Wandlung angeboten, was für alle das Einfachste wäre. Für eine Minderung gibt es im BGB auch feste Berechnungsregeln. Diese kann der Käufer verlangen, aber auch nicht mehr.

    So wie sich der Käufer hier benimmt, erweckt das den Eindruck, als wollte der Käufer dieses Missgeschick des Verkäufers dazu benutzen, den Verkäufer zu neppen.

    Das ist nicht OK und auch nicht legal.

    Fehler passieren, Fehler werden in Ordnung gebracht. Dabei sollte man es bewenden lassen.

    Gruß

    Kandidat66

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Es gibt etwas, das sollte man jedem Menschen zugestehen.
    "Irren ist menschlich!"
    Sicherlich. Aber wenn es nun mal nicht so ist? Warum schjreibt jemand "Karten 1. reihe" wenn es gar nicht so ist? Die 1. Reihe ist nun mal was Besonderes (außer im Kino ) und deswegen durchaus relevant.
    Und wenn man schon etwas beschreibt, dann sollte man eben nachschauen, ob es wirklich der Tatsache entspricht. Ansonsten ist es eine "Irreführung" und kein "Irren".
    Und genau dafür gibt es im deutschen Recht auch einen Vertrauensschutz: Der Käufer kann, darf und muss darauf vertrauen können, dass die Ware wie beschrieben ist. Und ist sie es nicht, darf nicht der Käufer der Leidtragende sein, sondern der Verkäufer hat die Verantwortung zu tragen.
    Und die "Schuldfrage" spielt eine ganz andere Rolle: Nämlich ist die erst im Strafrecht relevant. Also dann, wenn der Käufer dem Verkäufer Betrug (Straftat) vorwirft. Dann kommt es darauf an, ob der Verkäufer sich geirrt hat oder nicht.
    Beim Schadensersatz (Ziviltrecht) spielt die Schuld keine Rolle - hier kann durchaus auch Irrtum oder Fahrlässigkeit einen Schadensersatz begründen.

    Etwas anderes wäre es bei dem Versuch einer arglistigen Täuschung. Hiervon kann man aber in diesem Fall nicht sprechen.
    Das wäre auch Strafrecht, hier würde die Schuldfrage durchaus relevant sein.
    Wenn ein Irrtum bereinigt wird, sobald er entdeckt wird, dann sollte die Sache damit erledigt sein.
    Aber es komtm darauf an, wie er beseitigt wird. Im Endeffekt steht der Käufer da wie vorher, obwohl er Karten für die 1. Reihe (! - das es wirklich nur welche für die 3. waren wusste allein der Verkäufer) gekauft hat. Muss er also jetzt noch welche kaufen, entsteht ihm ein Schaden, weil er mehr zahlen muss - obwohl er schon welche hatte. Und genau diesen Schaden hat der Verkäufer (ob aus Irrtum oder Fahrlässigkeit ist dem Zivilrecht wie gesagt völig egal) verursacht.
    Gemäß BGB hat der Käufer Recht auf Nachbesserung, Wandlung oder Minderung. Nachbesserung scheint dem Verkäufer nicht möglich. Über die Minderung bestehen bei den beiden Parteien sehr verschiedene Vorstellungen.
    Von einer Minderung ist hier nicht die Rede. Es geht eher um § 275 BGB (Unmöglichkeit der Leistung), da der Käufer an den Karten für die 1. Reihe interessiert ist, nicht an der 3.
    Für eine Minderung gibt es im BGB auch feste Berechnungsregeln.
    Wo? Da hätte ich gern mal die Stelle
    So wie sich der Käufer hier benimmt, erweckt das den Eindruck, als wollte der Käufer dieses Missgeschick des Verkäufers dazu benutzen, den Verkäufer zu neppen.
    Er will einfach nur ahben was er gekauft hat. Nicht mehr und nicht weniger.
    Fehler passieren, Fehler werden in Ordnung gebracht. Dabei sollte man es bewenden lassen.
    Und wenn der, der den Fehler gemacht hat, dafür geradesteht, ist das auch legitim.

    @Kandidat66: Ich weiß nicht, wo du dein Rechtswissen her hast, aber es erscheint mir sehr "populär" und noch mehr durch Halbwissen geprägt als meins
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Fehler in eBay-Auktion, daher "falscher" Artikel geliefert. Was tun?
    Hallo aaky,

    zum Thema "Minderung im BGB" hattest du die Frage:

    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Wo? Da hätte ich gern mal die Stelle
    Antwort:

    § 441 BGB

    (3) Bei der Minderung ist der Kaufpreis in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Vertragsschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung ist, soweit erforderlich, durch Schätzung zu ermitteln.

    (4) Hat der Käufer mehr als den geminderten Kaufpreis gezahlt, so ist der Mehrbetrag vom Verkäufer zu erstatten. § 346 Abs. 1 und § 347 Abs. 1 finden entsprechende Anwendung.

    Da steht das.

    Kandidat66

  8. Neuer Benutzer
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