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Fernabsatz Widerruf

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Fernabsatz Widerruf
    Hallo!

    Ich hab mit ein paar Studenten diskutiert und wir sind uns nicht einig:

    kann man widerrufen, wenn man rausfindet, dass jemand anderes unter seinem Namen im Internet einen Film zum Downloaden gekauft hat???

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fernabsatz Widerruf
    Meiner Meinung nach: Nein.
    Denn der Widerruf setzt einen Vertrag voraus. Und wenn jemand anders einen Vertrag geschlossen hat (wenn auch unter falschen Angaben, aber an dem Rechtsinstitut Vertrag ändert das nichts), warum sollte dann ein Dritter widerrufen können?

    Es gibt andere rechtliche Möglichkeiten, um nicht aus Vertrag (den man ja schließlich nicht abgeschlossen hat) in Anspruch genommen zu werden.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Fernabsatz Widerruf
    Ist nicht doch ein Vertrag zusatnde gekommen, da das Portal ja nicht wissen kann, dass sich jemand anderes dieses Benutzerkonto verwendet hat??

    Wie kann dann derjenige, der das herausgefunden hat, sich dagegen wehren? Anfechten geht ja auch nicht, oder?
    Geändert von GaGa (23.03.2010 um 13:02 Uhr)

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fernabsatz Widerruf
    Ist nicht doch ein Vertrag zusatnde gekommen, da das Portal ja nicht wissen kann, dass sich jemand anderes dieses Benutzerkonto verwendet hat??
    Für das Portal mag es so scheinen. Und im Endeffekt ist ja auch ein Vertrag zustande gekommen. Nur eben nicht zwischen dem Portal und dem "Inhaber" der Daten sondern zwischen dem Portal und dem, der den Film heruntergeladen hat. Für den Vertrag kann es egal sein, ob ich mich Emil oder Hans-Wurst nenne, es kommt auf die Willenserklärung einer Person an.
    Und eine Anfechtung wäre meiner Meinung nach auch nicht möglich, da die Anfechtung auch eine (irgendwie) abgegebene Willenserklärung voraussetzt. Was sollte ich sonst anfechten? ich kann nicht anfechten, das sich nichts gesagt habe Ein klein wenig Logik hat das Recht auch.
    Wie kann dann derjenige, der das herausgefunden hat, sich dagegen wehren?
    Das kommt jetzt darauf, welche Folgen es hat.

    Zum Beispiel nehem ich an, dass meine Emailadresse (dank gut gepflegter Spamlisten) schon zig mal missbraucht wurde, um irgendwelche blauen Pillen anzubieten. Würde ich jetzt jedesmal ein Angebot zum Kauf solcher Pillen gemacht haben ... ich mag gar nicht dran denken. Passiert also nichts (hat keiner Forderungen gegen mich) muss ich auch nichts tun.

    Kommt aber jemand und behauptet, ich hätte eine solche Willenserklärung abgegeben, widerspreche ich dem einfach. Jetzt wäre er in der Pflicht zu beweisen, dass ich es tatsächlich gewesen bin und die Forderung auf einem abgeschlossenen Vertrag beruht. Da er das (eigentlich) nicht kann, muss ich auch nichts weiter tun. Und wenn er der Meinung ist, er könnte es oder keine Ruhe gibt und immer weiter fordert, kommt es in der Regel zu Prozessen, wo dann ein unabhängiger Dritter (der Richter) entscheidet, ob ein Vertrag besteht oder nicht ... ohne stichhaltige Beweise sieht es dann für den, der es behauptet eher schlecht aus.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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