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Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln

  1. Neuer Benutzer
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    Frage Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Hallo alle Miteinander,

    habe einmal folgende Frage:

    Ich habe einen Online Shop, in dem ich individuell angefertigte Bücher versende.
    Wie handhabt man das eigentlich in dem Fall mit dem Widerrufsrecht?
    Also normal ist es ja wohl so, daß der Kunde innerhalb von 14 Tagen seine Ware ohne Angabe von Gründen zurück geben kann. Das geht bei mir aber nicht, da die Ware ja immer individuell mit Kundendaten angefertigt wird. Kann ich dann in dem Fall das Widerrufsrecht ganz weglassen oder wie kann ich es rechtsgültig formulieren, damit es damit keine Probleme gibt?

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten,

    Chrissie

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Man verwendet am besten die gesetzliche Formulierung und weist zusätzlich auf den Ausschluss des Widerrufsrechts bei individuell angefertigten Waren hin. Das Weglassen der Belehrung könnte ein fataler Fehler sein.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Ja, aber wenn ich nichts anderes anbiete???

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Ja, aber wenn ich nichts anderes anbiete???
    Und? Wo ist das Problem? Lieber etwas mehr auf der Seite haben als zuwenig
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Das Problem ist Ihre Denkweise:

    Sie denken nicht von Seiten des Käufers, sondern von Seiten des Gesetzes.
    Wenn ich aber als Käufer in einen Shop gehe und lese, ich kann den Artikel binnen 14 Tagen wieder zurück geben, werde ich vielleicht nicht unbedingt weiter lesen mit dem Vermerk, daß das bei diesen Artikeln die hier im Shop angeboten werden, leider nicht geht. Das ist ein Wiederspruch in sich und mutet schon fast schizophren an. Wenn ich als Käufer also die Ware irgendwann tatsächlich zurück geben würde, weil sie mir vielleicht nicht gefällt soll ich plötzlich wieder auf den Vermerk, daß dies für diese Artikel nicht gilt zurück greifen? Unser Rechtssystem ist so ausgelegt, daß Kleinunternehmer in unserem Staat keine Chance haben. Ich habe einfach schon zuviel Mist erlebt im Internet, letztlich dreht sich immer jeder alles so hin, wie es ihm paßt. Und manchmal hat man auch schon den Eindruck, daß es so gewollt ist... Wer klein ist und nichts hat, hat hier kaum Chancen, mehr daraus zu machen. Ich möchte meinen Käufern gern Transparaenz anbieten und eine solche Vorgehensweise erzeugt höchstens Verwunderung und Verwirrung, als daß es dazu beiträgt, eine ordentliche Kaufabwicklung zu fördern. Die Auflagen werden immer höher und letzlich geht es irgendwie gar nicht mehr ums verkaufen, sondern nur noch darum, daß alles "rechtsmässig" abgewickelt ist. Wo bleibt da der Spaß beim Einkaufen? Wo soll das noch hinführen? Irgendwie weiß doch bald keiner mehr, was richtig ist und was falsch. -Meine Meinung -

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Die Denkweise in Ehren. Sicherlich kann man machen was man will und den Käufern mehr Spaß am Einkaufen bieten. Bleibt jedem selbst überlassen.
    Und da das Recht ziemlich eindeutig ist ... gut, das Risiko liegt bei jedem selbst.

    Und wem Gesetze nicht passen: In einer Demokratie gibt es immer Möglichkeiten dagegen vorzugehen. Z.B. kann man Petitionen einreichen, und wenn sich genügend finden, die (inzwischen sogar online) unterschreiben, dann muss der Gesetzgeber sich mit dem Gesetz befassen. Die andere Kehrseite einer Demokratie ist: Wenn sich nicht genug finden, muss sich die Minderheit der Mehrheit nun mal beugen. Auf die Gesetze zu meckern oder ausschließlich negativ zu diskutieren bringt absolut nichts - außer das die typische negative Grundhaltung zum Vorschein kommt und es mich dann auch nicht wundert, wenn keiner mehr was bei solchen Leuten kauft - denn wenn der Käufer dadurch verunsichert wird, dass er plötzlich ganz andere Sätze und Bestimmungen vorfinmdet, überlegt er sich, ob er da einkauft und dann einen Rechtsstreit (das Potential beim Verkäufer ist ja deutlich erkennbar) in Kauf nimmt. Wie man in den Wald hineinruft ...

    Also wie gesagt: Jeder kann machen was er will. Warum ich mir dann aber die Zeit genommen habe zu antworten ist mir unklar - entschuldigung, der Fehler passiert mir bei dir nicht wieder.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  7. Neuer Benutzer
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    Daumen runter AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Nee, klar, Ihr letzer Satz beweist doch, daß Sie sich gar nicht wirklich mit dem Thema auseinandersetzen (wollen). Ich hab ja nur meine Meinung geäußert, denn das, was Sie mir geantwortet haben, hätte ich mir auch selber so beantworten können. Aus Ihrer Sicht vilelleicht verständlich und da ich - familiär bedingt - auch ständig mit der Sichtweise eines Juristen konfrontiert werde, kenne ich diese Diskussionen halt zur Genüge.

    Seien wir doch mal ehrlich: Ich bezweifle ansich, daß die Masse bereit ist, sich ständig irgendwelche Seitenlangen AGB's durchzulesen, um vielleicht ein schönes Buch zu kaufen. Schauen Sie sich doch mal die ganzen Handyverträge an oder Ähnliches, wer liest das??? Im Grunde dient doch diese Überflutung an Rechtsgesetzen nur der Geschäftemacherei der Anbieter und nicht dem Schutz der Käufer. Genauso bei irgendeinem Kreditvertrag. Und wenns hart auf hart kommt, dann berufen sich die Rechtsanwälte, die eh mehr Kohle und mehr Macht haben, immer auf irgendeinen Unterartikel Ihrer Seitenlangen Geschäftsbedingungen... tssss....

    Es hat auch keinen Sinn, auf eine solche Aussage so emotional zu reagieren, mit "hätte ich mal nicht geantwortet"... darum geht es doch gar nicht. Mich würde mal Ihre ganz ehrliche Meinung dazu interessieren: Glauben Sie, daß die breite Masse sich vor einem Kauf im Internet oder sonstwo ersteinmal drei Seiten Text durchlesen????

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht bei individuell angefertigten Artikeln
    Glauben Sie, daß die breite Masse sich vor einem Kauf im Internet oder sonstwo ersteinmal drei Seiten Text durchlesen????
    Ich kann nicht für andere antworten. Das maße ich mir nicht an. Auch nicht, deren Interessen zu kennen. Ich kann nur zwei Antworten geben:
    1. Wie das Recht das sieht/sehen könnte (siehe Hinweis in der Signatur)
    2. Meine eigene Meinung, und die ist so: Ich kann durchaus Spreu vom Weizen trennen. Ich weiß was sein muss, was nicht. Widerrufsbelehrungen lese ich mir schon lange nicht mehr durch, der Text ist gesetzlich vorgegeben (und auch die Tatsache dass sie da sein muss). Also kann mich da nichts "überraschen" (und falls doch was drin steht, was überraschend gewesen wäre - nicht mein Problem, denn dann verstößt es gegen Gesetz). Aber AGB und Vertragsbedingungen lese ich mir sehr wohl durch, bevor ich etwas kaufe. So bin ich (auch bei Handyverträgen) vor Überraschungen weitgehend geschützt. Ein kleines Beispiel dazu: Bei einer Rechtsschutzversicherung stand in einem kleinen Nebensatz in den Versicherungsbedingungen, dass die Versicherung nicht einspringt, wenn der Gegener bei der gleichen Versicherung ist. Moralisch sehr zweifelhaft, aber rechtlich durchaus möglich. Das Lesen hat mich vor eventuellen Fehlern bewahrt.
    Sicherlich wird es auch übertrieben, viele könnten ihre AGB auch sparen, da sie entweder das Gesetz abschreiben oder nichtige Regeln einbauen. Für mich persönlich ist das dann eher "spannende" Lektüre, die mich oftmals zum Schmunzeln bringt. Mit den Schreibern von gesetzlichen Texten (AGB, Verträge ...) ist es wie mit Künstlern, die wenigsten haben wirklich das Zeug dazu ... Ganz nebenbei, ich tue es nicht ...
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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