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Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?
    Hallo,

    wenn man einen Dienst zum Downloaden von Dateien über Premium Accounts online stellen würde, würde man ja gegen die AGB von Rapidshare verstoßen, da Account Sharing nicht gewünscht ist.
    Was kann einem da passieren? Nur dass die Accounts gesperrt werden, oder kann man auch auf Schadensersatz verklagt werden?

    Und was währe, wenn man für diesen Dienst Geld (NUR zur Kostendeckung) verlangen würde?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?
    Was kann einem da passieren? Nur dass die Accounts gesperrt werden, oder kann man auch auf Schadensersatz verklagt werden?
    Wenn ein Schaden entsteht, kann man auch für doiesen zur Verantwortung gezogen werden. Und ein Schaden wäre zum Beispiel entgangener Gewinn, weil der Nutzer sich ja selbst einen solchen Account hätte besorgen müssen ...
    Und was währe, wenn man für diesen Dienst Geld (NUR zur Kostendeckung) verlangen würde?
    Dann könnte es zusätzlich passieren, dass man auch diese Einnahmen als Schadensersatz abgeben muss.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Antiker
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    Standard AW: Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Wenn ein Schaden entsteht, kann man auch für doiesen zur Verantwortung gezogen werden. Und ein Schaden wäre zum Beispiel entgangener Gewinn, weil der Nutzer sich ja selbst einen solchen Account hätte besorgen müssen ...Dann könnte es zusätzlich passieren, dass man auch diese Einnahmen als Schadensersatz abgeben muss.
    Auch wenn dieser Beitrag schon 2 Jahre alt ist, kann ich das so nicht für alle anderen Leser stehen lassen, weil es völliger unsinn ist.

    Zunächst erst mal, Rapidshare.com und Uploaded.to sind Betreiber aus der Schweiz, diese stehen schon mal nicht nach Deutschem Recht. Wenn die Betreiber eine Schadensersatzforderung ins Ausland durchführen möchten, wird das nicht nur schwierig und Teuer, sondern ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Da müsste der Schaden schon in 5 Stelligen Betrag oder höher sein und das auch nur bei einem User, bevor was passiert.
    Selbst ein 1-Jahres Account das nicht mal 100,- Euro kostet, wenn es 1000 Leute mit 3000 Leuten Teilen, sind sicherlich 2000 zuviel und ein Schaden von ca. 200.000,- Euro auch viel, aber diesen Schaden verursacht nicht eine Person. Eine Person wird nur Höhstens wenige Hundert Euro Schaden verursachen und diese ins Ausland einzuklagen würde der Aufwand selbst noch teurer werden.
    Anders sieht es bei Netload.in aus, da diese Betreiber aus Deutschland kommen, aber auch hier kann man sicher sein, das es so schnell nicht gleich eine Schadensersatzklage kommt, wenn man alles richtig macht.

    Wer als Premiumuser nicht alle Daten Preis gibt, wie seine Reale Anschrift, der steht auf der Sicheren Seite. Da in Filesharing Accounts meißt nur die E-Mail Adresse hinterlegt wird. Daher wird es für die Betreiber schwer sein eine Klage durchzuführen, ohne den Realen Namen und Anschrift des Users zu haben.
    Da es in Deutschland ein Datenschutzgesetzt gibt, den wir bei jeder Registrierung einer E-Mail Akzeptieren, dürfen die Betreiber nicht mal, die Reale Anschrift vom E-Mail Provider verlangen. Selbst vor Gericht wird es schwer sein, da diese nur bei schwerwiegenden Verbrechen wie Mord, Raub, Urheberverletzung durchfürbar wäre. Auch die Zahlungen die wir über unsere Bank durchführen, dürfen die Bänke ebenso aus Datenschutz nicht unsere Adressen preisgeben.

    Als einzige was passieren könnte, die Betreiber melden der GEMA oder der GVU eine Urheberrechtverletzung des Users, wenn der User z.B. Filme oder Musik runderladet oder anbietet die Verboten sind. Dann darf die GEMA oder die GVU Gerichtlich nach deinen Daten (reale Adresse) ermitteln. Nur hätten die Betreiber nichts davon, da nur die GEMA oder die GVU den Schadensersatz einklagen wird.

    Die Antwort auf @RaZOr frage wäre mit 99% Warscheinlichkeit eher eine komplette Accountsperrung und das was man dafür Bezahlt hat, wäre somit dann auch weg.

    Zusatzinfo:
    Wenn Filesharing Betreiber in Ihren AGB's eine Account Sharing (also mehrere User einen Account teilen) verbietet ist OK und das finde ich auch richtig so. Jedoch finde ich die Technische mitteln wie die Betreiber Account Sharing kontrollieren, vollkommen schwachsinnig und unfair gegenüber ehrlichen Premiumuser, ja sogar unzumutbar und betrügerisch.
    Da die Betreiber selbst Ihre Filesharing so Werben, das jeder User ob Privat oder Geschäftlich, seine Privaten oder Geschäftlichen nicht Verbotene Daten hochladen kann und sich gegenseitig austauschen kann. Meist steht da ein Beispiel, Laden sie sich Ihre Geschätlichen Daten in Ihrer Firma hoch und laden diese dann zu Hause runter um damit Weiterzuarbeiten. Diese Ausage ist ein Wiederspruch in sich, da es jedem klar ist, das in der Firma und zu Hause niemand die selbe IP-Adresse hat und somit steht der Ehrliche Premiumuser ebenfalls unter Account Sharing verdacht, weil er zwei oder mehrere verschiedene IP-Adressen benutzt, obwohl dieser Premiumuser nur an verschiedenen Orten nur sein eigenen Account benutzt und nicht mit anderen Teilt.
    Da nun mal viele User den Account mit anderen Teilen und was Verbotenes runterladen oder anbieten ist das eine, aber dieser Service sollte nicht den Ehrlichen Premiumuser ebenso wie die unehrlichen behandelt werden, denn schließlich wird dieser Service nicht kostenlos angeboten. Wenn die Betreiber schon Datenaustausch zwischen Geschäftlich und Privat Werben, sollte dies auch möglich sein.

    mfg
    Antiker

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?
    Zitat Zitat von Antiker Beitrag anzeigen
    Zunächst erst mal, Rapidshare.com und Uploaded.to sind Betreiber aus der Schweiz, diese stehen schon mal nicht nach Deutschem Recht.
    Da sie sich auch an deutsche User richten, sieht sich die deutsche Justiz hier sehr wohl als zuständig, und selbstverständlich kann ein in der Schweiz ansässiger Filehoster auch in Deutschland vor einem deutschen Gericht nach deutschem Recht verklagt werden, wenn z.B. durch einen Download von Deutschland aus hierzulande jemand geschädigt wurde (ein Urheber z.B.).

    Wie weit es möglich ist, einen gegen Rapidshare und Co. vor einem deutschen Gericht erwirkten Titel zu vollstrecken steht auf einem anderen Blatt - grundsätzlich aber wäre es rechtlich kein Problem, aus Deutschland kommende Zahlungen an Rapidshare hier bei der ausführenden Bank in Deutschland zu pfänden...
    Geändert von TomRohwer (01.08.2012 um 02:04 Uhr)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  5. Antiker
    Antiker ist offline
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    Standard AW: Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?
    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Da sie sich auch an deutsche User richten, sieht sich die deutsche Justiz hier sehr wohl als zuständig
    Seit wann ist die Deutsche Justiz für Ausländische Webpräsenz zuständig, nur weil eine Webseite auf Deutsch angegeben bzw. Übersetzt ist. Das ist mir Neu! Da müssen aber einige Bedingungen erfüllt sein, was nicht gegeben ist. Noch!

    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    und selbstverständlich kann ein in der Schweiz ansässiger Filehoster auch in Deutschland vor einem deutschen Gericht nach deutschem Recht verklagt werden, wenn z.B. durch einen Download von Deutschland aus hierzulande jemand geschädigt wurde (ein Urheber z.B.).
    Das habe ich ja auch nicht bestritten, außerdem ist eine Verletzung des Urheberrechts ein schwerwiegendes Verbrechen und wird Weltweit geahndet.

    Außerdem geht es hier nicht um Rechtsverletzung wie Urheberrecht, sondern um die Verletzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, was @RaZOr beschrieb um "Account Sharing". Account Sharing ist nichts weiter, als das man ein Premium Account erwirbt und diese dann mit einer oder mehreren Parteien Teilt, was einige Filehoster verbieten. Diese Bedingung wurde vom Filehoster selbst erstellt, nicht vom irgendein Gesetz. Daher müsste der Filehoster wegen Verletzung seiner AGB, den User in Deutschland verklagen und das wird sich als langwierig und schwierig erweisen und ob die Klage sich Finanziell überhaupt lohnt.
    Sicher darf der Filehoster seine Bedingungen für seine Leistungen stellen wie er es möchte, allerdings müssen diese Bedingungen für alle Zahlenden Kunden auch durchführbar sein, was ja nicht ist. Weil der Filehoster keine vernüftige mittel zur Kontrolle verwendet, sondern stichprobenartig auch unschuldige Kunden belastet.
    Jeder weißt, das selbst in Deutschland viele Gewerbetreibende ihre AGBs frisieren und Rechtsunwiedrige Inhalte veröffentlichen, bzw. Bedingungen stellen die (wie ich schon oben im Zusatzinfo beschrieben habe) unzumutbar sind.
    Außerdem kann der User, weil es sein erworbener Account ist, an jedem beliebigen PC seiner Wahl in seinem erworbenen Account einloggen. Funktioniert nur nicht, weil nicht jeder PC dieselbe IP-Adresse hat und somit der Filehoster den User als Betrüger wegen Account Sharing abstempelt.
    Ob das wirklich so ist, ist zweitdranging, im Notfall wird der User genauso beschreiben. Dann müsste der Filehoster erst mal Beweisen, das der User Tatsächlich nicht an den anderen PCs dran war, sondern eine andere Partei. Das ist fast unmöglich, IP-Ermittlungen durch den Provider besagt ja auch noch lange nicht, das der User nicht dran war. Selbst im InternetCafes sollte der User in seinen Account einloggen dürfen, aber das lassen die Filehoster ja nicht zu, daher die Unzumutbarkeit.

    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Wie weit es möglich ist, einen gegen Rapidshare und Co. vor einem deutschen Gericht erwirkten Titel zu vollstrecken steht auf einem anderen Blatt - grundsätzlich aber wäre es rechtlich kein Problem, aus Deutschland kommende Zahlungen an Rapidshare hier bei der ausführenden Bank in Deutschland zu pfänden...
    Das ist schon richtig, aber ich kenne keinen der so blöd ist eine Klage einzureichen die mehrere Hundert Euro Ermittlungskosten, Gericht und Anwaltskosten im Vorraus bezahlen muss um eine Forderung zwischen 10-100 Euro je nach dem was der User erworben hat einzuklagen. Hier geht es jetzt nur um Account Sharing und kein gravierend großer Schaden. Das rentiert sich nicht nur, sondern ein Risiko besteht auch das der Angeklagte aus bestimmten Gründen (z.B. Insolvenz, Arbeitslosigkeit, Verstorben etc.) nicht Zahlen kann. Dann bleibt der Filehoster auf seinen Kosten sitzen.
    Da hilft noch so ein schöner Titel nicht, den man außerdem nicht ohne vorherige Abläufe einreichen kann.
    Zuerst muss der User Ermittelt werden (reale Adresse).
    Dann kommt ein Mahnbescheid, danach der Vollstreckungsbescheid und scheitert dieser, erst dann kommt die Zwangsvollstreckung und die notwendige Pfändung, soweit es möglich ist. Nicht vorher!

    mfg
    Antiker

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Account Sharing Rapidshare, Uploaded, Netload Schadensersatz?
    Zitat Zitat von Antiker Beitrag anzeigen
    Seit wann ist die Deutsche Justiz für Ausländische Webpräsenz zuständig, nur weil eine Webseite auf Deutsch angegeben bzw. Übersetzt ist.
    Seit die deutsche Justiz zu der Ansicht gelangt ist, daß Websites, die sich ausschließlich, vorwiegend oder zumindest im erheblichen Umfang an deutsche User richten, deutschem Recht unterliegen, egal wo der Betreiber seinen gewöhnlichen Wohn- oder Geschäftssitz hat.
    Das ist mir Neu!
    Das mag sein.
    Da müssen aber einige Bedingungen erfüllt sein
    Nö.

    (...)außerdem ist eine Verletzung des Urheberrechts ein schwerwiegendes Verbrechen und wird Weltweit geahndet.
    In Deutschland sind Urheberrechtsverletzungen keine Verbrechen, sondern Vergehen. ("Verbrechen" = alles, das mit einer Mindeststrafe von 1 Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist.)

    Außerdem geht es hier nicht um Rechtsverletzung wie Urheberrecht, sondern um die Verletzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, was @RaZOr beschrieb um "Account Sharing".
    Das ist aber unerheblich, denn auch das wäre eine zivilrechtliche Streitigkeit.

    Das ist schon richtig, aber ich kenne keinen der so blöd ist eine Klage einzureichen die mehrere Hundert Euro Ermittlungskosten, Gericht und Anwaltskosten im Vorraus bezahlen muss um eine Forderung zwischen 10-100 Euro je nach dem was der User erworben hat einzuklagen.
    Die Forderung ist bereits "eingeklagt", bevor gepfändet werden kann.

    Zuerst wird ein Titel für die Forderung erwirkt, und dann wird damit ein Pfändungsbeschluss erwirkt, und dann wird gepfändet.

    Wenn der Schuldner, gegen den der Titel erwirkt wurde, ausreichend solvent ist, wie z.B. ein Filehoster es oft sein wird, ist es völlig egal, in welchem Verhältnis die Forderung zu den Kosten steht - die Kosten werden mit eingetrieben.

    Wenn's in der Gegenrichtung geht, kann der Filehoster einfach seine titulierte Forderung an ein Inkassobüro verkaufen, kassiert dafür ~50 Prozent der Forderung, und das Inkassobüro macht dem Schuldner dann die nächsten 30 Jahre Stress, zwingt ihn zur eV, lässt seine Bankkonten und sein Gehalt pfänden, usw. usf.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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