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Wie sicher sind SSH-Server vor "Rechtsverfolgern"?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Wie sicher sind SSH-Server vor "Rechtsverfolgern"?
    Hallo,

    auf einerSeite gibt es eine Videoanleitung, die zeigt, wie man sich vor der Vorratsdatenspeicherung bewahren kann, indem man anstatt direkt verschiedene IPs anzusurfen seine Anfragen verschlüsselt über einen Server mit SSH-zugriff routet, den man bei einem entsprechenden Provider angemietet hat. Der Effekt ist eben, dass bei meinem Zugangsprovider nur noch die IP des SSH-Servers hinterlegt wird, mein Surfverhalten also nicht mehr direkt über ihn zu ermitteln ist, sondern allenfalls über den Anbieter des SSH-Servers (wo ja jetzt die "echten" IPs auflaufen), was aber lt. Aussage datenschutzrechtlich nicht zulässig ist.

    Was heißt denn das genau?

    Ich kann, wenn ich einen solchen Server angemietet habe, den Zugriff auf diesen ja auch Freunden, Bekannten und Nachbarn gewähren, um auch ihnen anonymes Surfen nach Auffassung zu ermöglichen. Wenn die nun dort alles mögliche an Unwesen betreiben kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das BKA (vielleicht auch FBI oder CIA) oder einfach nur die Abmahnanwälte der Plattenindustrie nicht in der Lage sein werden, per Ermittlung der SSH-Server-IP auch deren Betreiber ausfindig zu machen und für das Verhalten seiner Mitbenutzer zur Verantwortung zu ziehen.

    Oder bremsen da tatsächlich die deutschen Datenschutzgesetze die Terroristen- und Piratenjagt aus?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wie sicher sind SSH-Server vor "Rechtsverfolgern"?
    Sicherlich kann man die Ermittlung von IPs erschweren, aber das Problem ist doch:
    Letzendlich wird jemand ermittelt, der die Rechtsverstöße begangen hat. Und wenn es der Betreiber des Proxis ist. Jetzt hat der die Wahl, selbst für alles zu haften oder die Daten raus zu geben. Man möge raten, für welchen Weg sich der Betreiber des Proxis entscheiden wird ...

    Im Endeffekt ist deine Frage nichts anders, als ein weiterer Versuch, rechtswidrige Handlungen zu verschleiern. Es gibt nun mal Gesetze, ob dioe einem passen oder nicht. Wem sie nicht passen, der sollte seine Energie nicht darin vergeuden, immer neue Wege zu finden sie zu umgehen (die überwachenden "Institutionen" sind aber auch nicht von gestern und sind inzwischen durchaus in der Lage mitzuziehen), sondern dabei helfen, die Gesetze zu ändern. Und dazu gibt es in einer Demokratie auch legale Wege ...
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wie sicher sind SSH-Server vor "Rechtsverfolgern"?
    Vielen Dank für die Antwort!

    Ich freue mich immer über soviel Optimismus und Idealismus und würde mir sehr wünschen, wenn man damit Vernunft in die Gesetzgebung bekäme.

    Meine persönliche Erfahrung hat aber leider gezeigt, dass häufig mit dem geraden Weg, also der argumentativen Diskussion die meiste Energie verpulvert wird und nicht der Recht bekommt, der vernünftiger ist, sondern der am längeren Hebel sitzt. Die meisten Leute merken erst, dass sie etwas falsch machen, wenn man ihnen den Rücken kehrt.

    Ich suche daher nicht nach Wegen mein illegales Unwesen zu treiben, sondern mich nach meinem eigenen, m.E. gesunden Rechtsverständnis bewegen zu können ohne Gefahr zu laufen, mich von irgendwelchen Lobbyisten drangsalieren zu lassen.

    Ich habe kein Verständnis dafür, sich nach guter alter DDR-Manier gläsern zu machen getreu dem Motto: Wer nichts zu verbergen hat...

    Bei meiner Frage interessierte mich in erster Linie die technisch-rechtliche Verbindung, die in dem Videobeitrag des eigentlich recht seriös anmutenden Tutorial-Anbieters vermittelt wird und bei mir eine gewisse Skepsis hervorrief.

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