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Fremdnutzung von WLAN-Verbindung

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Fremdnutzung von WLAN-Verbindung
    Annahme: Fremdnutzer linkt sich in eigenen WLAN-Anschluss ein und nutzt selbigen für illegale Urheberrechtsverletzung (Verschlüsselung vorgenommen gemäß Telekom-Einrichtungsanweisung per Telefon).
    Wer ist für die Folgen der Rechtsverletzung verantwortlich? Nach eigener Überzeugung der Hacker, selbst wenn er nicht persönlich überführt werden kann (Analogie 1: Geschwindigkeitsüberschreitung mit Auto - der Beschuldigte muss sein Auto auch nachweislich selbst gesteuert haben, Analogie 2: Tötungsdelikt mit Schusswaffe aus Jagdschrank eines Jägers - der Tötungsdelikt muss dem Beschuldigten nachgewiesen werden), d.h. dem Beschuldigten ist seine Schuld nachzuweisen, ggf. auch der fahrlässige Umgang mit demselben - jedoch keine Verantwortlichkeit per se. - Richtig oder Falsch?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fremdnutzung von WLAN-Verbindung
    Deine Analogien sind aber aus dem Strafrecht entnommen, nicht aus dem Zivilrecht, das bei der Urheberrechtsverletzung gelten würde.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Fremdnutzung von WLAN-Verbindung
    Dein Einwand ist völlig berechtigt, aber sollten nicht gleiche Rechtsprinzipien gelten - unabhängig von Straf- oder Zivilrecht oder auch Ordungswidrigkeiten? Kann hier ein Medienrechtexperte helfen?

  4. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
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    Standard AW: Fremdnutzung von WLAN-Verbindung
    aber sollten nicht gleiche Rechtsprinzipien gelten
    Nein, tun sie nicht. Die Herangehensweise ist eine ganz andere. Die Unschuldsvermutung gibt es nur im Strafrecht (man kann auch sagen: Die Schuld als Tatbestandsvoraussetzung muss gegeben sein). Im Zivilrecht gibt es sowas nicht.
    Kann hier ein Medienrechtexperte helfen?
    Das hat mit Medienrecht nichts zu tun, das giult für alle Bereiche des Zivil- und Strafrechts.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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