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Name im Impressum einer Sexwebsite

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Name im Impressum einer Sexwebsite
    Hallo,

    wenn man eine sexwebseite aufbaut (mit legalen Inhalten), aber seinen Ruf wahren und nicht im Impressum erscheinen will. Ist es möglich eine sexwebseite unter einem erfunden namen laufen zu lassen?

    Was hat man für Möglichkeiten eine website mit sexuellen Inhalten zu vermarkten ohne das dabei der eigene name ins spiel kommt?

    Danke für die Hilfe
    Kunzite

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Name im Impressum einer Sexwebsite
    Was hat man für Möglichkeiten eine website mit sexuellen Inhalten zu vermarkten ohne das dabei der eigene name ins spiel kommt?
    Kurz: Keine.

    [url]http://forum.e-recht24.de/13160-impressum-privaten-blogs.html[/url]
    [url]http://forum.e-recht24.de/13144-geschaefte-ausgedachtem-namen.html[/url]

    Hinzu kommt, dass das Betreiben der Seite unter fremden Namen Betrug darstellen kann und somit auch als Straftat verfolgt wird.

    Wenn man nicht erscheinen wilkl, sollte man es eben lassen. Niemand zwingt einen dazu, eine Webseite zu betreiben. Aber wenn man es tut, muss man sich an das Gesetz halten.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Name im Impressum einer Sexwebsite
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt, dass das Betreiben der Seite unter fremden Namen Betrug darstellen kann
    Das nun kaum. Wie sollte das rechtlich gehen?

    Worin soll denn die Schädigung des Vermögens eines Dritten zum Zweck, selbst einen materiellen Vorteil zu erzielen, in so einem Fall bestehen?

    § 263 StGB Betrug

    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    (3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

    1.gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
    2.einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
    3.eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
    4.seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht oder
    5.einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.

    (4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.
    (5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.
    (6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).
    (7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt.

    und somit auch als Straftat verfolgt wird.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Name im Impressum einer Sexwebsite
    Wenn der Betreiber etwa Entgelte für die Nutzung der Seite verlangt...
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Name im Impressum einer Sexwebsite
    Hallo,

    danke für die antworten. Es geht mir eigentlich nur darum falls man als Affiliate tätig ist. Das heist, man registriert eine Domain und zeigt Inahlte von dritten an! Falls User ein abo abschließen wollen werden sie zu dem Eigentümer der Werbemittel geleitet.

    Was zu vermeiden gilt ist das der Name in Datenbanken wie [url]www.whois.net[/url] erscheint. Emailadresse und Telefonnumer werden schon erreichbar sein!

    Die Idee ist das man die Domain unter einem anderen Namen anmeldet!
    Ich habe aber gehört das, falls die daten nicht stimmen kann die Domain einfach weggenommen werden?!

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Name im Impressum einer Sexwebsite
    Das nun kaum. Wie sollte das rechtlich gehen?

    Worin soll denn die Schädigung des Vermögens eines Dritten zum Zweck, selbst einen materiellen Vorteil zu erzielen, in so einem Fall bestehen?
    Oder durch Angabe falscher Daten eben einen Vertrag (Nutzung der Seite) abschließt. Ich denke da an Speicherung persönlicher Daten, deren Weitergabe, ... oder eben Kostenpflicht oder Einkünfte aus Werbung ... Da gibt es viele Möglichkeiten. Schließlich würde ich durch eine falsche Angabe auf die Seite des Anbieters gelenkt, weiß also nicht wer es war. Vielleicht hätte ich nie einen Vetrrag mit einem Dritten abgeschlossen, wenn ich gewusst hätte, das der daran verdient ...
    Ich sehe hier schon Betrug als gegeben.
    Was zu vermeiden gilt ist das der Name in Datenbanken wie [url]www.whois.net[/url] erscheint. Emailadresse und Telefonnumer werden schon erreichbar sein!
    Dann lass es einfach, wenn du nicht in der Lage bist, dazu zu stehen was du tust. Und im Endeffekt habe ich den verdacht, dass man hier das nur macht, um bestimmte Regelungen umgehen zu können. Darüber freuen sich bestimmte Ämter ganz besonders und werden dann auch entsprechendn "honorieren".
    Ich habe aber gehört das, falls die daten nicht stimmen kann die Domain einfach weggenommen werden?!
    Genau. Eben weil die Registrierungsstellen ziemlich Probleme bekommen können, wenn der eingetragene Inhaber nicht erreichbar ist.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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