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Mahnung wg. Domaingebühr - wer muss zahlen?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Mahnung wg. Domaingebühr - wer muss zahlen?
    Hallo,

    mal angenommen den Fall, ein Kleinunternehmer (folgend Anbieter) registriert für einen Kunden eine Internetdomain bei einem Webhostinganbieter, welche als Eigentümer die Daten des Kunden trägt. Bei den Kontaktdaten des Webspaceanbieters gibt man allerdings die Mailadresse des Anbieters an und als Zahlungsinformationen auch dessen Kontodaten, da er direkt mit dem KD abrechnet.

    Der Kunde kündigt, jedoch hat der Anbieter verpasst, die Domain zu kündigen; die nächsten Jahre wird die Domain vom Konto des Anbieters abgebucht, was dieser aufgrund vieler Zahlungsvorgänge nicht merkt, schließlich löst er das Konto auf u. der Webhoster erhält eine Rückbuchung.

    Nun erhält der Anbieter an die damals angegebene Mailadresse (wir sprechen über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren) eine 1. Mahnung mit dem Rechnungsbetrag (ca. 4 €) und zuzügl. 2,30 € Mahngebühren. Der Anbieter tritt sofort mit dem Webhostinganbieter in Kontakt und versucht sich auf dem vermeindlich korrekten Weg:

    - man bietet eine Einigung an, indem man die kompletten Kosten der Mahnung + Rechnung überweist
    - man kündigt im selben Zuge das Kundenkonto und die verbundene Domain, damit keine weiteren Kosten entstehen.
    - der Webhostinganbieter müsse mit dem Domaineigentümer in Kontakt treten, wenn schon weder Zahlung noch Kündigung vonseiten des Kleinunternehmers akzeptiert würden.

    Nun angenommen, der Webhostinganbieter antwortet, dass es nicht möglich wäre, irgendwelche Zugangsdaten oder gar eine Kündigungsmöglichkeit für den Anbieter einzuräumen, da dieser nicht der Domaineigentümer ist.

    Der Anbieter versucht am selben Tag, mit dem ehemaligen Kunden in Kontakt zu treten, allerdings erfolglos, da die Mailadresse nicht mehr funktioniert.

    Der Webhostinganbieter würgt den Kontakt ab und es erfolgt Mahnung 2 sowie Mahnung 3, die Gesamtgebühren belaufen sich nun auf knapp 24 €.

    Der Anbieter erhält nun eine Mail von dem ehemaligen Kunden, der die Mahnung 3 erhalten hat und nach einem Klärungsversuch eine klare Mail schreibt, dass er weiteren Ärger vermeiden möchte und dem Anbieter nahelegt, die Kosten zu zahlen und die Domain zu kündigen, da er sich bei einem JuraStudenten beraten lies und der Anbieter sich des Betrugs schuldig machen würde - trotz der versuchten Kontaktaufnahme und der Unmöglichkeit des Kontakts mit dem Webhostinganbieter.

    Nun stellt sich bei dem Fall die Frage, wer hat Recht, ist das Vorgehen des Webhostinganbieters gerechtfertigt? Sollte der Anbieter die Rechnung begleichen oder ist der Kunde, der nicht erreichbar war und auf dessen Name die Domain läuft zahlungspflichtig? Hätte der Webhostinganbieter sofort auf die Reaktion des Anbieters nach der ersten Mahnung reagieren müssen?

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Grüße
    Freaky

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mahnung wg. Domaingebühr - wer muss zahlen?
    Mir sind die verteilungen nicht ganz klar, wer ist Anbieter, wer ist Kunde, wer ist Webhostinganbieter?

    Aber eigentlich ist das auch egal, zahlen muss der, der die Kosten verursacht hat. Wer nicht auf Mahnungen reagliert muss genauso für die Kosten aufkommen wie jemand, der etwas beauftragt hat.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Mahnung wg. Domaingebühr - wer muss zahlen?
    Hallo,

    also, der ANBIETER ist der Kleinunternehmer, der die Registrierung im Kundenauftrag veranlasst hat; Webhostinganbieter ist der Gläubiger und der Kunde ist der Domaineigentümer, der den Zugang zum Domainkonto bekommen kann und der das Kündigungsrecht für die Domain hat.

    Wie verhält es sich hier also, wer ist denn in dem Fall derjenige, der zahlen müsste? Der Kunde hatte damals lediglich mündlich gekündigt, schriftliche Nachweise bestehen leider nicht.

    Grüße

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mahnung wg. Domaingebühr - wer muss zahlen?
    Bevor man klärt, wer zahlen muss, müssten erstmal die Verträge geprüft werden.

    Angenommen der Kunde hat die Domain separat bestellt. Dann muss er sie auch separat kündigen. Tut er dies ncht, muss er zahlen.

    War die Domain Bestandteil eines Pakets und wurde das Paket vom Kunden gekündigt, muss der bezahlen, der versäumt hat, die Domain zu kündigen. In doiesem Fall hätte der Kunde natürlich die Möglichkeit, der Kündigung nicht zuzustimmen - tut er dies nachweislich, wäre er wieder in der Pflicht. Meiner Meinung nach ab dem Zeitpunkt der Nichtzustimmung.

    Für die Mahnkosten müsste meiner Meinung nach der aufkommen, der versäumt oder unterlassen hat, die Informationen den jeweiligen Personen zukommen zu lassen. Im Beispiel wohl der Kleinunternehmer.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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