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Lieferung trotz Stornierung

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Lieferung trotz Stornierung
    Hallo,

    angenommen Person A bestellt in einem Online Shop B einen Artikel im Wert von 300-400€.

    Person A erfährt dass der Artikel Lieferschwierigkeiten hat und storniert.
    Person A bekommt am gleichen Tag die Bestätigung von einem Mitarbeiter des Shops B, dass die Bestellung storniert ist.
    Einen Tag später bekommt Person A seine Ware trotzdem. Weitere 2 Tage später erhält Person A das bezahlte Geld wieder zurück.

    Was sollte Person A tun und was kann der Online Shop B tun?
    Nach welcher Zeit kann sich Person A sicher sein, dass Online Shop B die Ware oder das Geld nicht wieder zurück fordert? Und wenn ja darf der Online Shop B dies überhaupt tun?



    Grüße

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Nun, ich hatte das auch schon mal, es war allerdings verabredet, dass ich die Ware erst gar nicht annehmen würde, wenn ich sie nicht haben wollen würde.

    Beides behalten wär schon echt dreist. Wenn du es haben möchtest, behahl den Kaufpreis, wenn du es nicht haben möchtest, setzt dich mit dem Händler in Verbindung und frag wie du das ganze zurückschicken sollst / was mit dem Porto ist.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Es ist nicht nur dreist, die Ware zu behalten, sondern auch rechtswidrig. Stichwort ungerechtfertigte Bereicherung. Man ist also verpflichtet, entweder zu bezahlen (dann ist der Vertrag rechtmäßig abgeschlossen) oder die Ware muss wieder zurück. Allerdings muss man dafür keine Kosaten übernehmen, das ist das Problem des Verkäufers.
    Allerdings ist in solchen die Haftung etwas anders, nur das sprengt hier den Rahmen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    § 241a :P aber ist sehr fragwürdig, ob der hier Anwendungen finden kann.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Ich würde eher sagen, § 241a BGB findet hier keine Anwendung.
    BGB § 241a
    Unbestellte Leistungen.
    (1) Durch die Lieferung unbestellter Sachen oder durch die Erbringung unbestellter sonstiger Leistungen durch einen Unternehmer an einen Verbraucher wird ein Anspruch gegen diesen nicht begründet.
    Es müsste sich zunächst um "unbestellte" Sachen handeln (hier steht nichts davon, dass ein Vertrag bestehen muss ). Eine "Bestellung" lag vor. Somit sind die Waren nicht "unbestellt" geliefert wurden.

    Und selbst wenn
    (2) Gesetzliche Ansprüche sind nicht ausgeschlossen, wenn die Leistung nicht für den Empfänger bestimmt war oder in der irrigen Vorstellung einer Bestellung erfolgte und der Empfänger dies erkannt hat oder bei Anwendung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können.
    Das heißt, der Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung ist durchaus legitim.
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  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Danke für die Antworten.

    Folglich sollte Person A sich beim Händler melden und diesem mitteilen, dass eben zusätzlich noch die Ware gekommen ist, da er sich sonst strafbar macht?

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Darüber könnte man jetzt diskutieren, wer in der Pflicht ist Ich würde es aber als A der Fairness halber machen (es sei denn, die Ware ist weniger wert als der Rückversand kosten würde - dann würde das der Verkäufer aber sicherlich auch nicht so eng sehen )
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  8. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Und Person A kann es nicht einfach als Geschenk sehen? Wäre zwar lustig, aber so Fragen tauchen halt auf

    Es geht nur darum ob man Person A rechtlich verfolgen kann, wenn diese sich nicht meldet. Sollte der Händler sich selbst melden, sollte Person A darauf natürlich reagieren.
    Gibt es einen Zeitraum wann so etwas verjährt ist, also wann Person A sicher gehen kann, dass der Händler die Ware/Geld nicht wieder haben möchte.

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Lieferung trotz Stornierung
    Und Person A kann es nicht einfach als Geschenk sehen?
    Um das mal rechtlich zu interpretieren: Nein Den auch eine Schenkung verlangt eine Willenserklärung des Schenkenden - er müsste es also verschenken wollen - und das nehm ich mal nicht an, dass das wirklich so gemeint ist - ich glaub auch nicht, dass man das so auslegen könnte
    Wäre zwar lustig, aber so Fragen tauchen halt auf
    Aber nicht, wenn man es stur rechtlich interpretiert. Im wirklichen Leben könnte sowas aber schon mal vorkommen
    Es geht nur darum ob man Person A rechtlich verfolgen kann, wenn diese sich nicht meldet.
    Das ist jetzt die gute Frage. Aber eigtentlich ist es egal. Sobald A es nutzt, hat es es angenommen und dann kann A belangt werden (eben wegen ungerechtfertigter Bereicherung). A könnte es also in der Ecke liegen lassen und einfach vergessen. Dann würde A wohl ungeschoren davon kommen - nur was hat A dann davon (außer dem Verkäufer einen Schaden zuzufügen, den er nicht mal merkt [sonst würde er sich ja melden] - dann hätte A nicht mal die Genugtuung).
    Gibt es einen Zeitraum wann so etwas verjährt ist, also wann Person A sicher gehen kann, dass der Händler die Ware/Geld nicht wieder haben möchte.
    Die normale Verjährungsfrist. Ich glaube das sind 2 oder 3 Jahre (müsste man jetzt nachschauen) - beginnend ab dem 1.1. des folgenden Jahres (es kann also durchaus knapp ein Jahr mehr sein)
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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