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Anzeige wegen falschangebe möglich?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Anzeige wegen falschangabe von Daten?
    Hallo,
    Ich habe in einem Onineshop etwas gekauft. Der Auftrag wurde jedoch storniert weil ich eine falsche Telefonnummer angegeben habe. Jetzt mein der Onlineshop jedoch das sie das Strafrechtlich verfolgen möchten weil ich eben eine falsch angabe gemacht habe.

    Jetzt ist meine Frage ist dies wirklich möglich und wenn ja mit was muss ich dann rechnen was kann da auf mich zu kommen? Der Bestell wer war 20 euro.
    Ich meinte dann zu dem support wieso sie mich anzeigen wollen wen der auftrag storniert wurde. Was hat es damit aufsich. Würde mich über antworten freuen.
    Danke
    Geändert von Ganrym (23.10.2009 um 13:53 Uhr)

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    Eine Anzeige hat mit der Stornierung erstmal nichts zu tun, das eine ist Strafrecht, das andere Zivilrecht.

    Ich würde die Anzeige auf mich zukommen lassen und dann behaupten, ich hätte mich vertippt Im Strafrecht muss nämlich Vorsatz und Schuld nachgewiesen werden. Da das dann kaum geht, würden die dann mit der Anzeige und den Kosten eines Verfahrens im Regen stehen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    hmm da hab ich mir wohl was eingebrockt.
    Weil ich "ausversehen" bestätigt habe das ich eine falschangabe gemacht habe. hier mein zitat aus der Email: "danke das wars, meine telefon nummer werde ich mit sicherheit nicht angeben". Das war eine antwort auf seine Email "Bitte korrigieren Sie Ihre Daten bei c&b und kaufen Sie den Artikel erneut."

    Ziemlich dumm von mir. Kann man da etwas machen? und wieso den eine anzeige was ist den so schlimm dadran ich habe ja noch nicht mal was gekauft und wieviel würde mich das kosten?

    EDIT: Ich sollte vieleicht hinzufügen das die Daten auf der Homepage des anbieters nicht gändert werden können.
    Geändert von Ganrym (23.10.2009 um 12:22 Uhr)

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    Wirklich dumm gelaufen

    Anzeige wäre nach folgendem Tatbestand möglich
    StGB § 263a Computerbetrug
    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    Natürlich müsste der Vermögensschaden nachgewiesen werden - halte ich im Beispiel schon mal für problematisch, da die Ware ja geliefert werden kann. Das nichts geliefert wurde ist ja nicht Schuld des Käufers

    Auch würde ich als Betroffener so argumentieren, dass die Angabe der Telefonnummer nicht erforderlich war, da sie keinen Einfluss auf den Vertrag hat und dem Grundsatz der minimalistischen Datenhaltung (BDSG) widerspricht. Damit würde eine Anzeige sicherlich gegen die Wand laufen
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  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    Danke für die aussführliche antwort.

    Ich habe mir vieleicht noch gedacht, das ich sagen könnte das meine aussage "danke das wars, meine telefon nummer werde ich mit sicherheit nicht angeben" auf die vorherige email bezogen war und nur gemeint war, das ich unter diesen umständen meine Nummer nicht berichtigen werde.

    Naja ich warte einfach mal ab was da kommt. Mir kamm er sehr unprofessionel vor weil er sachen zu mir sagte wie: "erbaermlich wenn Sie nicht lesen koennen.", "Herr Keller,Sie sollten es vielleicht einmal mit Gehrin einschalten versuchen." Keine ahnung was man da noch machen kann. bin ich mal gespannt. Danke für die hilfe.

  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Eine Anzeige hat mit der Stornierung erstmal nichts zu tun, das eine ist Strafrecht, das andere Zivilrecht.

    Ich würde die Anzeige auf mich zukommen lassen und dann behaupten, ich hätte mich vertippt Im Strafrecht muss nämlich Vorsatz und Schuld nachgewiesen werden. Da das dann kaum geht, würden die dann mit der Anzeige und den Kosten eines Verfahrens im Regen stehen
    Die Kosten des Verfahrens trägt im Strafrecht nicht der Anzeiger, sondern die Staatskasse oder im Schuldfall der Angeklagte.

    Zumal die Angabe einer falschen Telefon-Nr. aufgrund vieler Werbeanrufe und überhaupt keine Straftat ist.

    Der Anbieter setzt Kunden wohl dubios unter Druck.

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    Zitat Zitat von Ganrym Beitrag anzeigen
    Danke für die aussführliche antwort.

    Ich habe mir vieleicht noch gedacht, das ich sagen könnte das meine aussage "danke das wars, meine telefon nummer werde ich mit sicherheit nicht angeben" auf die vorherige email bezogen war und nur gemeint war, das ich unter diesen umständen meine Nummer nicht berichtigen werde.

    Naja ich warte einfach mal ab was da kommt. Mir kamm er sehr unprofessionel vor weil er sachen zu mir sagte wie: "erbaermlich wenn Sie nicht lesen koennen.", "Herr Keller,Sie sollten es vielleicht einmal mit Gehrin einschalten versuchen." Keine ahnung was man da noch machen kann. bin ich mal gespannt. Danke für die hilfe.
    Derartige Kommentare eines Anbieters würde ich mir nicht bieten lassen. Am besten wäre es, jegliche Kommunikation mit diesem unseriösen Unternehmen einzustellen.

    Es wäre ratsam, dass Unternehmen hier zu benennen.

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen falschangebe möglich?
    Die Kosten des Verfahrens trägt im Strafrecht nicht der Anzeiger, sondern die Staatskasse oder im Schuldfall der Angeklagte.
    Okay, ich hätte es genauer formulieren müssen
    würden die dann mit der Anzeige und den Kosten eines zivilrechtlichen Verfahrens im Regen stehen
    Denn von der Anzeige haben die in der Regel ja nichts, sie müssen ihre Forderungen immer noch zivilrechtlich geltend machen.
    Es wäre ratsam, dass Unternehmen hier zu benennen
    Das wäre es nicht - siehe Forumsregeln (es sei denn, es handelt sich um ein Unternehmen, bei denen nachgewiesen rechtswidrige Vorgehensweisen bekannt sind - da wird hier schon mal eine Ausnahme gemacht).
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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