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Domain vorzeitig gelöscht

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Domain vorzeitig gelöscht
    Wenn z.B. bei einen Provider eine .com und eine .net Domain am 08.10.2008 bestellt wurde und der Provider mit einem Vorkassesystem arbeitet. Da auf dem Konto des Nutzers für die Verlängerung kein Guthaben bis zum 04.10.2009 eingegangen ist, wurde die Domain am 04.10.2009 gelöscht.

    Darf der Provider ohne weiteres die Domain 3 Tage vor Ablauf kündigen?

    Nehmen wir an, der Provider hat angeblich den Nutzer informiert, dass ein Guthaben vor ablauf gezahlt werden muss. Kurz vor der Löschung hat aber der Nutzer keine derartige Informationen erhalten und somit keine Möglichkeit um zu agieren.

    Jetzt trifft z.B. folgende Situation ein: Die Domain wurde genau am 04.10.2009 von einem Reseller registriert.

    Kann jetzt der Provider zur Rechenschaft gezogen werden?
    Wie stehen die Chancen Schadensersatz zu erhalten?
    Geändert von hustenbonbon (06.10.2009 um 11:19 Uhr)

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Domain vorzeitig gelöscht
    Kann jetzt der Provider zur Rechenschaft gezogen werden?
    Ich würde sagen ja, wenn damit gegen den vertrag verstoßen wurde. Eine vorzeitige Kündigung, selbst bei bekannten Bedingungen, dürfte ein Verstoß gegen den Vertrag sein.
    Wie stehen die Chancen Schadensersatz zu erhalten?
    Gering. Es dürfte sich eher darum handeln, dass der Provider die Domain wieder besorgen muss, was ja im Beispiel möglich wäre.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Domain vorzeitig gelöscht
    Ist der Provider durch die drei Tage zu früher Kündigung in der Schuld?
    Soweit ich informiert bin kostet wohl eine Wiederherstellung der Domains ca. 100 €.

    Wer muss die Kosten tragen?

    Sollte der Provider die Wiederherstellung nicht kostenfrei für den Nutzer durchführen muss er bei einer Klage auch die Anwaltskosten des Nutzers zahlen?
    Geändert von hustenbonbon (06.10.2009 um 17:01 Uhr)

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Domain vorzeitig gelöscht
    Es kommt darauf an, was im Vertrag festgelegt ist. Das müsste man erst prüfen, bevor man irgendwas dazu sagen kann.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Domain vorzeitig gelöscht
    Nehmen wir an in den AGB steht für Vertragsabschluss, Vertragsdauer und Kündigung dieser Text:

    Es kann von beiden Parteien mit zweiwöchiger Frist zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung hat grundsätzlich schriftlich zu erfolgen. Der Abrechnungszeitraum ist in den jeweiligen Tarifen/Preisen angegeben. Andernfalls gilt als Abrechnungszeitraum ein Monat. Wird der Vertrag nicht zum Zeitraumende gekündigt, so erfolgt keine Erstattung der im Voraus erbrachten Zahlungen. Der Provider behält sich das Recht vor die vom Kunden bestellten Domains erst freizugeben, wenn alle offenen Rechnungen beglichen sind.
    Für Zahlungen folgende Zeilen:

    Für die von dem Provider erbrachten oder zu erbringenden Leistungen hat der Kunde den vereinbarten Betrag zu zahlen. Die Zahlung ist nach dem Rechnungszugang sofort und ohne Abzug fällig. Die Abrechnung erfolgt im Voraus. Für eventuelle Verzögerungen ist der Provider berechtigt Mahngebühren in Höhe von 2,50 € zu berechnen und mit jeder Mahnstufe um 2,50 € zu erhöhen. Falls nicht anders vereinbart, ist die Zahlungart Bankeinzug. Bei Rücklastschriften berechnet der Provider 2,50,- € Bearbeitungsgebühr zzgl. Bankgebühren.
    Als Hinweis auf der Preisliste für Domains finden wir z.B. diesen Text:

    Der Abrechnungszeitraum ist ein Jahr. Domains werden jährlich im Voraus abgerechnet. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt ein Monat. Die Vertragslaufzeit verlängert um einen Monat, falls mit einer Frist von 2 Wochen vor Monatsende nicht gekündigt wird.
    Dann noch eine weiterführende Situation:
    Der Provider antwortet auf eine Kundennachricht und schreibt z.B:
    Da die Kündigungsfrist abgelaufen war, hätten die Domains verlängert werden müssen. Ein Providerwechsel wäre also ausgeschlossen. Da bis zum Datum von Ihnen keine Zahlung eingegangen war, konnten wir die Domains nicht verlängern.

    Wir können Ihnen Folgendes vorschlagen. Die Domains befinden sich z.Z. in der Schutzfrist. Wir können unser System so einstellen, dass es stündlich eine Neuregistrierung versucht. Sobald die Schutzfrist abläuft, wird die betroffenen Domains innerhalb einer Stunde neu registriert.
    Wer müsste jetzt die Wiederherstellungsgebühren bezahlen und könnte der Kunde auf eine sofortige kostenfreie Wiederherstellung bestehen?

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Domain vorzeitig gelöscht
    So einfach ist das nicht. Hier müssten genau die Fristen auf den Tag berechtnet werden.
    Zumindest darf aber keien Kündigung vor Ablauf der Frist bei den Domains erfolgen.Wenn das mit der Zahlungsfrist nicht passt, ist das meiner Meinung nach ein Problem des Providers.

    Ich empfehle alles, was zum vertrag gehört, inklusive Unterlagen zum Berechnen der Fristen, zu nehmen und einen Anwalt aufzusuchen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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