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Zahlen trotz unrechten verhaltens?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Zahlen trotz unrechten verhaltens?
    Hallo!
    Person A hatte mit Person B einen kauf per email arrangiert, in dem es darum ginge eine Hose mit angepasstenMaßen für PersonA herzustellen.
    Nach ein paar emails forderte der verkäufer (B) A auf, das Geld zu überweisen und machte ausdrücklich in einer email klar, dass die Hose ERST produziert wird sobald das Geld eingegangen ist.
    Person A hat das Geld bisher nicht überwiesen, B allerdings hat die Hose schon vor dem geldeingang produziert ohne mit der zustimmung/absprache von A.
    A hat nach ca. 1-1 1/2 Wochen seine meinung geändert, will die ******kosten zahlen,allerdings nicht die Materialkosten etc.
    Wie sieht die Rechtslage aus?Muss A Person B nun doch das gesamte Geld überweisen?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Zahlen trotz unrechten verhaltens?
    Ich würde hier zwei Punkte sehen:
    - Es besteht ein Vertrag der von allen Seiten einzuhalten ist. Jeder kann also auf Erfüllung vertrauen, somit besteht Pflicht zur Zahlung und zur Lieferung. Tritt einer von beiden vom Vertrag zurück, kann der andere Schadensersatz verlangen.
    - Der Schadensersatz beruht aber auf einem vertretbaren Schaden. B kann also den Schaden, den er durch die vertraglich nicht vereinbarte Produktion erleidet hat, nicht geltend machen, da A den Schaden nicht verrursacht hat. B kann aber den Schaden geltend machen, den er erleidet, weil A zurück getreten ist, das wäre z.B. entgangener Gewinn.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Zahlen trotz unrechten verhaltens?
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Ich würde hier zwei Punkte sehen:
    - Es besteht ein Vertrag der von allen Seiten einzuhalten ist. Jeder kann also auf Erfüllung vertrauen, somit besteht Pflicht zur Zahlung und zur Lieferung. Tritt einer von beiden vom Vertrag zurück, kann der andere Schadensersatz verlangen.
    - Der Schadensersatz beruht aber auf einem vertretbaren Schaden. B kann also den Schaden, den er durch die vertraglich nicht vereinbarte Produktion erleidet hat, nicht geltend machen, da A den Schaden nicht verrursacht hat. B kann aber den Schaden geltend machen, den er erleidet, weil A zurück getreten ist, das wäre z.B. entgangener Gewinn.
    dhB bekommt das Geld fürs "******"+ den gewinn den er hätte erzielt?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Zahlen trotz unrechten verhaltens?
    So würde ich es sehen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Zahlen trotz unrechten verhaltens?
    gibt es irgendwelche artikel auf die man sich da berufen kann?
    (vielen dank schonmal)

  6. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
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    Standard AW: Zahlen trotz unrechten verhaltens?
    Eigentlich das ganze Vertragsrecht im BGB

    Aber ein paar Beispiele:
    - Bedingungen bei Verträgen § 158 BGB
    - Bindung an den Vertrag § 145 BGB
    - Vertragliche Rechte und Pflichten §§ 241 ff. BGB
    - Kündigungsrecht bei Werkverträgen und Schadensersatzpflicht § 649 BGB
    - Werkverträge allgfemein §§ 631 ff. BGB
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